Filmproduzent Peter Reichenbach: "Viele Kinofilme sind heute zu lang"

Shownotes

Mit «Hallo Betty» – dem Film über Betty Bossi tourt er gerade durch die Schweiz. Der erfolgreiche Schweizer Filmproduzent Peter Reichenbach ist zu Gast bei Nicoletta Cimmino im Klartext.
In seinem Elternhaus gingen Heinz Rühmann, Friedrich Dürrenmatt und andere ein und aus, aber auch junge Künstlerinnen und Künstler, die kein Geld hatten. «Meine Mutter brachte die Randständigen der Kunst nach Hause, mein Vater die Stars», erinnert er sich. Als Vierjähriger singt er schon mal im Pyjama vor den Gästen den «Papageno» aus der Zauberflöte. Und steht als Kind auf der Bühne des Zürcher Opernhauses.

Nach der Schule geht er direkt in die Kunst: «Ich habe das Theater und die Oper geliebt – und wusste früh, dort gehöre ich hin.» Er beginnt seine Laufbahn als Regieassistent, arbeitet in München, Paris und bei seinem Onkel François Reichenbach, dem Oscar-prämierten Dokumentarfilmer.

Heute blickt er auf eine jahrzehntelange Karriere zurück. Er hat viele der erfolgreichsten Schweizer Filme produziert: «Der Verdingbub», «Nachtzug nach Lissabon», «Platzspitzbaby», die «Wilder»-Staffeln und aktuell: «Hallo Betty», den Film über die Erfinderin von Betty Bossi, Emmi Creola. Der Filmproduzent sei «der, der die Rechnungen bezahlt», fasst er seine Aufgabe lakonisch zusammen.

Ein Gespräch über Kunst, Familie, Filmmusik – und die Schauspielerin Julie Andrews: «Die erste Frau, in die ich mich verliebt habe.»

Transkript anzeigen

00:00:00: Klartext der Aschutok mit Nicoletta Cimino.

00:00:05: Willkommen im Klartext.

00:00:06: Anschwurtag, jede Woche, fast eine Stunde lang mit einem interessanten Gast.

00:00:10: heute ein Mann, der seit Jahrzehnten den Schweizer Film maßgeblich prägt, das Produzent von enorm erfolgreichen Filmen.

00:00:17: Er ist aber auch in der Welt von oben und vom Theater, bestens vernetzt und daheim als Regisseur, als Inszenierer.

00:00:23: Er ist ein Macher, ein Mann mit einem interessanten Leben aus einer interessanten Familie.

00:00:29: Willkommen Peter Riechenbach.

00:00:31: Ja.

00:00:32: Herzlichen Dank, dass ihr hier seid.

00:00:33: Schön seid ihr da.

00:00:36: Die Sendung ist Klartext.

00:00:37: Meine erste Frage an die Gäste ist immer die gleiche.

00:00:40: Wo finde ihr, dass wir mehr Klartext reden

00:00:45: müssen?

00:00:45: Ja, sicher in der heutigen Politik, resp.

00:00:49: in der Ethik, in der Moral.

00:00:50: Weil es heute abgeht, muss man einfach mal Klartext reden.

00:00:56: Da fehlen über Leute wie in Cal Bard, die einfach sagen, wenn man nicht ansagt, muss man noch entscheiden.

00:01:01: Nein, sagen.

00:01:03: Und das fehlt ganz klar.

00:01:06: Leute, die sich drucken.

00:01:08: Und ich meine, wenn man sieht, wie gewisse Leute anderen.

00:01:13: in einem gewissen Körper kreuchert, dann müsste man klartext reden.

00:01:19: Hätten die Leute das nicht gemacht?

00:01:22: Nein.

00:01:22: Nein.

00:01:23: Da reden wir ums Zeug um.

00:01:26: Man sagt, dass es Meinungsfreiheit ist, aber es kann nicht sein, dass man jeden Leute verbreiten kann und etwas erzählen kann.

00:01:34: Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.

00:01:37: Ich werde noch kurz vorstellen.

00:01:39: Zürich auf die Welt kam, ihr hattet die Schulen und die Matur auch in Zürich gemacht.

00:01:44: Ihr seid recht schnell schon in eurer Welt hinein.

00:01:46: Ihr hattet das Assistent an diversen Opern geschaffen, Theater Paris, Frankfurt, Köln, nachher auch im Film.

00:01:54: Unter anderem bei euch im Unko, beim Francois-Riechenbach in Paris.

00:01:58: Übrigens werden wir sicher auch noch in dieser Sendung reden.

00:02:01: Eure ganze Karriere fanden man, kann man sagen, in den siebenen, siebenzig an.

00:02:05: Und hier bis heute, ihr hattet sehr viele Filme produziert.

00:02:09: Der Verdienbub, Grounding, Nachtzug nach Lissabon, Schellenursli, mein Name ist Eugen.

00:02:15: Platz, Spitzbaby, dann die Wilder, Staffeln und ganz aktuell Hallo Betty.

00:02:21: Der Film über die Geschichte hinter dem Namen Betty Bossi.

00:02:25: Sie war der Einbuchautor.

00:02:26: Sie war hier auch künstlerischer Direktor des Filmmusikfestivals, seine Musik in Gstaad.

00:02:32: Sie hat hier auch Konzerte organisiert, z.B.

00:02:34: mit Liza Minelli oder Quincy

00:02:37: Jones.

00:02:38: Habe ich etwas Wichtiges vergessen?

00:02:41: Nein, nein.

00:02:43: Ja, also es gibt... Ich weiss nicht, ob das das Wichtigste in meinem Leben ist.

00:02:47: Es gibt sicher andere Sachen, aber die sind vielleicht auch nicht unbedingt für die Öffentlichkeit.

00:02:53: Was ist das Wichtigste in deinem Leben?

00:02:55: Ja, das Wichtigste in meinem Leben sind Freundschaften und Familie.

00:03:01: Ohne das hätte ich auch das gar nie können machen.

00:03:03: Ich bin jetzt seit den fünf oder dreißig Jahren verheiratet.

00:03:07: Wenn meine Frau meint, dass nicht alles mitdreht hätte, hätte ich das gar nicht zum Teil können machen.

00:03:12: Hat sie nach der Rückenfreiheit gehabt?

00:03:14: Ja, und sie hat einfach akzeptiert, dass ich manchmal so in einer eigenen Welt lebe.

00:03:19: Und das ist ... Das war sicher nicht zu einfach am Anfang, aber nein, wir haben das.

00:03:24: Wir haben noch gerade einen Sohn, sozusagen im Fertigmenü mitgebracht.

00:03:33: Das ist ein riesiges Glück.

00:03:34: Ja, so einen, wie sagt man, modernen.

00:03:37: Du bist jetzt der Bonusvater von ihm und er ist euer Bonussohn, oder?

00:03:42: Ja, es hat mir das Glück, dass wir uns, also ich habe ihn mit sechs, zehn ... Wir haben das Glück, zu wählen, dass wir uns vom ersten Tag gut verstanden haben.

00:03:52: Ich war nicht der Vater, ich war mehr so ein wenig ... ... der älteren Unkel, der Bruder ... Wir haben uns aufs Zupfer verstanden und jetzt arbeiten wir zusammen.

00:04:07: Er ist unser Geschäftsführer wie die C-Films und Herstellungsleiter.

00:04:11: Das finde ich ganz großartig.

00:04:13: Sehr schön, ein bisschen Family Affair, wenn man so will.

00:04:16: Ja.

00:04:17: Und die zweite ist neben was Freundschaft ist.

00:04:19: Das ist der Anwalzer, der mit meinen Geschäftspartners von sechs, zwanzig Jahren in den C-Films am Telefon angefangen hat.

00:04:27: Und seit sechs, zwanzig Jahren haben wir einfach eine Tolle zusammenarbeitet.

00:04:32: Das ist vielleicht genauso wichtig wie gewisse Erfolge, weil manchmal auch Glück und Zufall sind.

00:04:40: Momentan haben wir den Erfolg mit dem aktuellsten Film, der auch in den verschiedenen Kino-Seiten der Schweiz war, um den auch vorzustellen, ein Produzent Hallobetti, der das Leben von der Erfinderin der Betibosse zu schaffen hat.

00:04:58: Ich habe diesen Film gesehen, da kommt man sehr viel mit, von dem Zeitgeist, der dann gehörst, von der Emigreola in dieser Werbeagentur hat gewirkt.

00:05:07: Wie biografisch akkurat ist es das, was er erzählt, die Geschichte von der Betty Bess Bossi oder eben von der Emigreola?

00:05:15: Also ... Die Geschichte der Familie ist sehr nahe an der Biografie.

00:05:21: Ernst hatte einen Steinbruch, der nicht so gut gelaufen ist.

00:05:26: Er war auch nicht glücklich.

00:05:27: Dort,

00:05:28: wo der Mann gearbeitet

00:05:29: hat?

00:05:29: Genau.

00:05:30: Sie hatte drei Kinder.

00:05:33: Der älteste Sohn, zwei Töchter.

00:05:37: Peter, der Sohn, ist später auch Chef der Europäischen ... Umfahrtbehörden wurden.

00:05:44: Das war sehr, sehr nahe an der wahren Geschichte.

00:05:48: Und auch das wie ... der Namen, wie das die Idee entstanden ist.

00:05:53: Natürlich mussten wir dann, sozusagen, kondensieren.

00:05:59: Das heisst, es hat länger gedauert, bis es wirklich der grosse Erfolg geworden ist.

00:06:03: Aber das ist natürlich dem Film.

00:06:05: Und es hat auch Figuren, die man aus verschiedenen Figuren zusammengesetzt hat.

00:06:09: Aber grundsätzlich ist es wirklich ziemlich akkurat.

00:06:13: Wenn

00:06:15: wir den Film sehen, dann sehen wir das Endprodukt.

00:06:18: Aber das gefällt schon viel früher an.

00:06:20: Ich habe in einem Interview einen Projekt zwischen fünf und sechs Jahren gegangen.

00:06:25: Von der Idee über das Dreibuch bis es dann Filmpremieren feiert.

00:06:29: Wie ist das bei diesem Film bei Hallobethi?

00:06:33: Hallobethi ist entstanden.

00:06:34: Wir haben eine Brandstomy, die wir in der Firma gemacht haben.

00:06:40: Ich mache das öfter mit den Mitarbeitern.

00:06:43: Wir haben ein Thema diskutiert.

00:06:45: Dann haben wir das Thema diskutiert.

00:06:47: Was braucht es mit einem Schweizer Film noch an Erfolg im Kino zu haben?

00:06:52: Wir haben es angeschaut und unsere Filme angeschaut.

00:06:54: Wir schellen noch ein bisschen Nachzug nach Lissabon, Zwingli, Stiller, der jetzt im Kino

00:07:00: alleine ist.

00:07:01: Wir haben gemerkt, es braucht einen Titel, den sofort die Leute wissen, um was es geht.

00:07:10: Aha, ja, das interessiert mich.

00:07:14: Und wenn man so darüber diskutiert, dann sagt er, es wird immer schwieriger, so Sachen zu finden.

00:07:18: Und dann sagt er, die Mitarbeiter von mir, wo wir uns hingekommen sind, ist Betty Bossi.

00:07:23: Das finde ich genial.

00:07:24: Super.

00:07:25: Dann haben wir gerade angerufen, die Außensitzung bei Betty Bossi, und dann habe ich mir vorgestellt, was haben sie verhalten von der Idee, einmal ein Spielfilm über Betty Bossi zu machen.

00:07:35: Lustigerweise haben wir Migros zur gleichen Zeit.

00:07:38: Wir haben den Vorschlag gemacht, ein Film über Dutti zu machen und seine Frau.

00:07:46: Und wenn ein älteres, interessierter Mensch mit mir zu machen, etwas für unser Jubiläum.

00:07:50: Genauso wie ein Werbefilm gemacht.

00:07:52: Heute wäre zu froh, Sie hätten den Film über Dutti gemacht.

00:07:58: Kann man ja

00:07:58: noch?

00:07:59: Ja, klar kann man noch.

00:08:00: Aber dann dauert es wieder fünf Jahre.

00:08:03: Und dann haben wir über zwei Jahre, wirklich an diesem Drehbuch, Recherche, alles gemacht, darüber haben wir von dem Mikroler kennengelernt, Dines Diakon.

00:08:13: Und sie hat uns sehr viele Informationen gegeben, Briefe gezeigt.

00:08:18: Und so hat sich die Geschichte langsamer Muskel kristallisiert.

00:08:21: Und nach zwei Jahren haben wir gesagt, jetzt haben wir Geschichte.

00:08:24: Und dann hat es nochmal zwei Jahre dauert, das ganze Teil finanzieren zu können.

00:08:28: Das spielt in den Fünfzig Jahren, ist teuer.

00:08:31: Über vier tausende Requisiten, muss man sich vorstellen.

00:08:33: Allein ein Ausstattungsdepartement.

00:08:36: Es waren nur noch die thirty- acht Leute.

00:08:37: Wir haben das gesehen, wie

00:08:39: wir einen

00:08:40: Konsum aus dieser Zeit nachgebaut haben, eine Werbeagentur nachgebaut haben.

00:08:44: Das war wichtig, dass wir den Film nur machen könnten, wenn wir diese Zeit, die fünfzehn Jahre zum Leben erweigen

00:08:52: könnten.

00:08:54: Seid ihr selbst als Kind mit Betty Boss in Berührung gekommen, hat es bei euch daheim eine Rolle gespielt?

00:08:59: Ja klar, Pettibossi habe ich gekannt.

00:09:02: Das haben alle gekannt aus meiner Generation.

00:09:05: Meine Mutter ist auch eines Tages mit dem Römer-Topf von Pettibossi amarschiert.

00:09:10: Meiländerli haben wir von Pettibossi.

00:09:13: Und das war Gang und Gebe.

00:09:16: Man muss sich vorstellen, als ich in den fünften Jahren aufgewachsen bin, gab es in Zürich noch keine einzige Pizzeria.

00:09:24: Die heutige Spaghetti aus dem Hartweizer Gresel haben wir nicht gekannt.

00:09:27: Das waren so relativ dicke Nudeln.

00:09:29: Eher

00:09:29: Nudeln?

00:09:30: Ja, so spagettiartig.

00:09:32: Und dann der Erste, der so ist, war Möwenpik.

00:09:38: Zum Beispiel Starter habe ich mich erinnert.

00:09:41: Das erste Mal, als wir im Leben Starter gegessen sind, war es Möwenpik und Paradeplatz.

00:09:44: Das war eines der Ersten.

00:09:47: Also ... Und da kam Pettibossi und machte plötzlich die Türen auf.

00:09:53: Soll ich etwas demokratisieren, etwas Ausgewöhnliches zu essen?

00:09:58: Ja, ich glaube, sie hat etwas verstanden.

00:10:02: Sie war selber Mutter von drei Kindern.

00:10:05: Das kommt in unserem Film sehr deutlich.

00:10:06: Sie sagte, wie kann ich der Hausfrau oder der Mutter das Leben erleichtern?

00:10:12: Wie kann man gut kochen, ohne dass es ... Das ist unkompliziert und vier Stunden dauert.

00:10:19: Ich habe auch noch ein Filschenkochbuch von meiner Mutter, die ich hatte, als ... ... war ich noch in ihrer Schuhe.

00:10:25: Ich liebe das, aber es ist unkompliziert.

00:10:28: Man muss Füschchen, Hinderschiebblätter suchen und Zauber suchen.

00:10:33: Und das hat sie ... Und, die wirklich war, hat gesagt, man muss auch für die Männer ... ... auch Männer kochen sollen.

00:10:40: Und für die Männer muss man das machen, wie ... Bauanleitungen.

00:10:43: Und wenn

00:10:44: wir mal schauen, ob die Bosse ein Konzept ist, sind eben wie Bauanleitungen geschrieben.

00:10:51: Und sie hat die sogenannte Geling-Garantie gezielt.

00:10:53: Geling, sicher?

00:10:55: Ja, genau.

00:10:56: Das ist sehr lustig.

00:10:58: Ihr habt eure Familie, eure Kindheit angesprochen.

00:11:01: Ihr seid aufgewachsen in Zürich in einem sehr kulturbewussten, ich glaube es kann man sagen, Elternhaus.

00:11:07: Euer Vater war zwar juristisch, aber auch komponist.

00:11:10: Beide Eltern waren in der Kunst sehr zutatet.

00:11:13: Sie hatten das Offenungshaus mit sehr vielen Leuten, die einen sehr wichtigen Rollen gespielt haben und ausgegangen sind.

00:11:20: Wie muss ich mir das vorstellen, Peter Riechenbach als Kind in diesem Haus?

00:11:25: Peter Riechenbach als Kind könnte dir vorstellen, dass ich manchmal als Vierjähriger im Pijama und dem Morgenröckchen aufgekommen bin und den Erwachsenen der Papageno vorgesungen habe.

00:11:36: Ich

00:11:37: fand das grossartig.

00:11:38: Ich habe das geliebt.

00:11:41: Ich sage immer, meine Mutter brachte die Randständigen heim aus der Kunst, um meinen Vater Stars.

00:11:49: Sobald meine Mutter gehört, hat irgend ein junger Sanger oder Sangerin oder Pianist, die in einem ungeheizten Zimmer gelebt hat.

00:11:58: Im nächsten Tag war sie bei uns daheim.

00:12:00: Und dann ist es nicht eine Woche oder so, sondern meistens ein Jahr oder zwei.

00:12:05: Wir hatten eine riesige Wohnung, eine Zähnzimmerwohnung, und wie man das früher hatte, so zwei angestellte Zimmer.

00:12:13: Und dort haben dann immer irgendwelche jungen Künstlerinnen oder Künstler gewohnt.

00:12:18: Das war sehr grossartig.

00:12:21: Also auch materiell.

00:12:22: sorglos, kann man sagen.

00:12:23: Du bist in einem gut situierten Haus aufgewachsen.

00:12:27: Ich

00:12:27: bin in einem gut situierten Haus aufgewachsen, im Sinne von ... Reichenbach, aus St.

00:12:35: Gallen.

00:12:38: Aber als mein Vater gestorben ist, kam ich oft zur Welt.

00:12:42: Das war nicht so viel um, wie ich meinte.

00:12:46: Ich kann z.B.

00:12:46: nie in meinem Leben ... jemals ein Haus oder eine Wohnung oder irgendetwas besessen.

00:12:50: Das hat mich

00:12:50: auch nie interessiert.

00:12:52: Und mein Vater, lustig, weiss

00:12:54: ich eben auch nicht.

00:12:56: Er war etwas gespalten.

00:12:57: Er hätte sehr gerne auf Kunst gesetzt.

00:12:59: Er war Komponist.

00:13:01: Gleichzeitig hat er vom Vater auch die Weisung, dass er etwas studieren musste.

00:13:05: Und er wurde dann

00:13:06: Jurist.

00:13:07: Er ist in St.

00:13:07: Gallen aufgewachsen.

00:13:10: Riechenbach war ein Textil-Industin.

00:13:12: Es war ein Mitglied der BSL.

00:13:14: Riechenbach und Riechenbach.

00:13:16: Riechenbach

00:13:16: und Riechenbach haben Stichreien und Büros in St.

00:13:21: Gallus, Paris, London und New York.

00:13:25: Lustigerweise habe ich eine Geschichte von Riechenbach und Riechenbach in einem Antiquariat.

00:13:30: in New York gefunden.

00:13:31: Ich bin vorbei gelaufen, schaue hin und denke, ich traue meinen Augen nicht.

00:13:34: Das ist eine Story von Reichenbach & Company.

00:13:37: Dann habe ich dort gerade gekauft.

00:13:41: Er hat sehr gut Klavier gespielt.

00:13:44: Einer der bedeutendsten Pianisten seiner Zeit, Arthur Schnabel, gab mir das Konzert in St.

00:13:49: Gallen und war anscheinend zum Nachtessen offenbar bei meinen Großeltern.

00:13:55: Mein Vater hat ihn vorgespielt.

00:13:58: Schnabel sagte, Und der Junge ist begrabt, wenn er die Montur macht und fertig ist, dann kann er zu ihm nach Berlin kommen und studieren.

00:14:08: Und das hat er dann gemacht, Klavier und Komposition.

00:14:16: Aber mein Grossvater hat gesagt, er muss nicht etwas anständig studieren.

00:14:20: Und das war dann doch ein Glückfall.

00:14:25: Wir sind jüdischen Ursprungs, obwohl meine Großeltern irgendwann mal konvertiert waren.

00:14:29: Sie waren protestantisch.

00:14:34: Aber mein Vater wusste auch, dass es

00:14:36: keine

00:14:36: Chance gab und er auf Paris war.

00:14:39: Er hat dann sein Studium fertiggemacht.

00:14:44: Er war nach London und hat dann ein kleines Büro gemacht.

00:14:48: Er war seine ersten Klienten.

00:14:50: Er war alles emigranten aus Berlin.

00:14:54: Unter anderem ein Dramatop vom Reinhard.

00:14:57: Er war nicht zu verrechtert mit Kotorismusjournalisten, sondern Kotoreis.

00:15:03: Er hat die deutsche Rechte vom Brecht mitgebracht, die damals in Deutschland schon verboten waren.

00:15:09: Und mein Vater hat ein Klodell ... Ich habe in Paris kennengelernt und habe die deutschen Rechte von Clothec gerade einen Zusammenverlag aufgemacht, einen Reizverlag, der später dann auch Dürrenmatt und die

00:15:19: andere rausgebracht hat.

00:15:21: Und meine Eltern haben etwas wie einen Salon geführt.

00:15:23: Das sind permanent irgendwelche Künstler.

00:15:29: Aber nicht nur Künstler, sondern auch Leute aus der Wirtschaft.

00:15:31: Mein Vater hat mir gesagt, um Himmels willen, eine Arbung nur mit Künstler ist stinke langweilig.

00:15:36: Es sind ja eh alles Ego-Mahnen.

00:15:38: Aber eine Arbung mit Banken ist genau so langweilig.

00:15:41: Man muss sie mischen.

00:15:43: So ist das immer eine gemischte Gesellschaft bei uns.

00:15:47: Ist heute noch ein Erfolgsrezept?

00:15:48: Oder wenn man diese Welten aufeinander braucht?

00:15:51: Ja, es war grossartig.

00:15:53: Und die hatten immer ein offenes Haus.

00:15:58: Und wirklich viel, viel ... Aber wenn es immer eine Prämierung war im Vorher und nachher ... Ich würde sagen, pro Monat haben meine Eltern sicher drei bis vier Nachdessen.

00:16:10: Und einfach so ... Da sind zehn, zwölf Personen umgesessen und ... Matt hat hauptsächlich den Weichhällel hergetrunken.

00:16:21: Und das ist natürlich wahnsinnig spannend.

00:16:23: Ich habe das immer wahnsinnig spannend gefunden, zum Teil.

00:16:27: Und etwas war eben interessant.

00:16:29: Ich habe gemerkt, dass es auf der anderen Seite ganz normale Menschen sind.

00:16:33: Und gewisse Leute sind an ihrem Fund das Stink.

00:16:37: Ich glaube, der Ephraim Kishan hat eine Langweilung gefunden, oder?

00:16:40: Ja, der ist eine Langweilung.

00:16:43: Meine Mutter hat noch getauft, wie er die Brötchen eingesammelt hat, von Tischenern, die nicht gegessen waren.

00:16:49: Oder der Heinz Rühmann.

00:16:51: Der filmte, dass er sprüht von Witz und so.

00:16:56: Eher depressiv von der Langweilung.

00:16:58: Und andere haben dann noch so gesprüht von Energie.

00:17:02: Das war grossartig.

00:17:04: Wir kommen schon zum ersten Lied, Peter Riechenbach.

00:17:06: Ich sage auch, meine Gäste sollen drei Lieder mitnehmen.

00:17:10: Zuerst ist Supercalifragilistik Xplialidocious aus dem Film Mary Poppins.

00:17:18: Das erste Mal war das eine der ersten Filme, in denen ich mich einfach geliebt habe.

00:17:23: Ich habe sogar das Taschengeld mit meinen Schwestern mit mir begleitet und sie eingeladen.

00:17:30: Das war schon viel Geld damals.

00:17:34: Und lustigerweise ... Und natürlich war ich in Julie Heinrichs verliebt.

00:17:41: So ein Nennie hätte ich mir gewünscht an der Grossart.

00:17:45: Und dann ... Eines Tages wurde in den neunzigen Jahren angefragt.

00:17:49: Ich bin aus Gstaad.

00:17:50: Ich bin auf Gstaad gekommen.

00:17:51: Sie haben eine Idee für ein Musikfilmfestival.

00:17:55: Ein Filmmusikfestival.

00:17:57: Und das war die Idee von Juni Andrews.

00:18:01: Und dann, ich glaube, soll in der Schweiz gelebt

00:18:03: werden?

00:18:03: Sie hat es schon lange gestartet, also sie ist dort.

00:18:06: Und es war lustig, als ich sie zum ersten Mal traf.

00:18:09: Wobei, offenbar, es war mal bei uns zu Hause, aber da konnte ich mich nicht raten.

00:18:13: Es hat mein Vater mir später erzählt.

00:18:18: Und ich habe ihnen gesagt, Julie, du warst die erste Frau, in der ich wirklich in Liebe war.

00:18:26: Und ihre dachronische Antwort war nur, Peter, du warst nicht die einzige.

00:18:34: It's supercalifragilisticexpialidocious!

00:18:38: Even though the sound of it is something quite atrocious!

00:18:41: If you say

00:18:42: it loud enough, you'll always sound precocious!

00:18:44: Supercalifragilisticexpialidocious!

00:18:54: Because I was afraid to speak while

00:18:55: I was just a lad.

00:18:57: My father gave me nails at week,

00:18:58: told me I was bad.

00:19:00: But then one day I learned I was a sight we ain't could know.

00:19:03: The biggest word you've ever heard, and this is how we go.

00:19:25: Oh, Super Gallopragilist, it gets me out

00:19:27: the door just.

00:19:28: Even though the salivator is swapping by the trover

00:19:31: ship.

00:19:31: If you say it loud enough, you'll always

00:19:32: have a conscience.

00:19:34: Super Gallopragilist, it gets me out the door just.

00:19:35: I'm

00:19:35: the little, I'm the lion, I'm the little, I'm the lion.

00:19:37: Wohin?

00:19:37: Wohin?

00:19:38: Ich kann

00:19:43: sagen backen, es ist doch schon saliexperistisch, fragile

00:19:54: Kalleblüter, aber

00:19:55: das geht ein bisschen zu farb.

00:19:57: So wenn der Kat has got your tongue, there's no need for dis may.

00:20:00: You just

00:20:07: summon up this word, and then you've got a lot to say.

00:20:16: But better

00:20:17: use it carefully or it could cheat your life.

00:20:23: For example?

00:20:24: Yes?

00:20:24: One night I said

00:20:25: it to me girl, and now me girl's me wife.

00:20:26: Oh, and a lovely thing she is too.

00:20:32: Das ist der Klartext heute mit dem Filmproduzent Peter Riechenbach.

00:20:36: Peter Riechenbach, wir haben vorhin kurz schon über unsere Kindheit geredet.

00:20:41: Ist es überhaupt möglich, wenn man in so einem ... Die Haushalt wird gross, dass etwas anderes geworden wird als eine Kulturschaffung.

00:20:49: Ich habe das Gefühl, dass ich fast schon vorgespürt war mit all den Leuten, die im Leben ein- und aussehen.

00:20:54: Nein, das wurde natürlich nicht mein brüderisches Anwalt.

00:20:57: Mein Föster war auch nicht in der Kunst.

00:21:01: Für mich ... Ja, für mich stand das schon sehr früh.

00:21:04: Ich stand als Zehnjähriger auf der Bühne.

00:21:07: Im Oberhaus?

00:21:07: Im

00:21:07: Oberhaus.

00:21:10: Als Harry Malbert Herring, als kleine, das darf man gar nicht mehr heute sagen, Moor im Rosenkavalier.

00:21:17: Aber das ist nun einmal der Brink, der Rösli.

00:21:22: Und das ist für mich immer ... Ich habe es geliebt, die Droppe, die ich auch sein konnte.

00:21:28: Mein Gott ist damals ... Ich war direkt vom Damer-Stadtheater.

00:21:35: Ich bin allerdings als Kind auch ziemlich erkrankt worden.

00:21:41: Ich war lange im Spital und hatte ein super Herzkant noch heute.

00:21:45: Es war lustigerweise gern der Geschmack von Spitäler.

00:21:48: Ui,

00:21:48: das sind die Rappersäume einer der Welt.

00:21:50: Nein, das war

00:21:50: gerade keine traumatische Erlebnisse.

00:21:52: Für mich war es eine alternative Medizin.

00:21:55: Allerdings hat mich das Medizinstudium schon mehr abgeschreckt.

00:22:01: Und dann habe ich einfach die Schule, wo ich die Schule habe.

00:22:05: Ich habe mich einfach an Verlangen wehlen.

00:22:07: Ich habe die Schule als Stink langweilig gefunden und wollte aufhören.

00:22:12: Dann hat mein Vater geschickt, die Intrigen gespannt.

00:22:15: In diesem gewissen Regisseur kamen die Emo Moskowitz, Jean-Pierre Ponell und dann, ah, du willst ein Theater in die Oper.

00:22:23: Wenn du Abitur gemacht hast, kannst du zu mir als Assistent kommen.

00:22:27: Ich wusste nicht, dass mein Vater in ein Leid klagt, dass ich die Schule fertig gemacht habe.

00:22:32: Ich habe diese Matur gemacht und nach meiner Matur, also am grünen Dunsten, ist es fertig, so ein Viertag.

00:22:40: Am Ostermente bin ich auf München und am Zieste darf ich als im dritten Regierungsstand bei meinem Moskowitz am Gärtnerplatz in München.

00:22:50: Grossartig.

00:22:52: Also, dann seid ihr ja, achtzehn in neunzehn?

00:22:54: Nein,

00:22:54: nein, nein.

00:22:55: Ich war fast ein Jahr im Spital.

00:22:58: Ich habe gut anderthalb Ehrenrunde in der Schule eingeleitet.

00:23:04: Und war schon zwanzig.

00:23:07: Ja,

00:23:08: aber noch ein junger Mann.

00:23:09: Auf Paris, in der Rauze, in Munco, zum François-Richenbach.

00:23:14: Ja, das war der neue Bedingung von meinem Vater.

00:23:19: Er war ein recht cleverer Mensch.

00:23:22: Er hat, was ich dann über die Schule fertig gemacht habe, gesagt, ich müsse ihm schreiben, was ich jetzt von meinen Eltern erwarte.

00:23:30: Also, glaube ich, ich habe noch nie so lange an einem Brief geschrieben und ich weiss, wie viel Entwurf ich gemacht habe.

00:23:39: Und das ist dann am Schluss, was ich erwarte, unter anderem, dass meine Eltern mich ... zwei Jahre finanzieren, zwei oder drei Jahre, das weiß ich nicht mehr, zwei oder drei Jahre.

00:23:50: Später hat er gesagt, wenn ich fünf Jahre geschrieben habe, hätte ich es auch fünf Jahre gemacht.

00:23:55: Und dann hat er mich aber gesagt, ja, unter der Bedingung, dass ich mindestens die Hälfte in der Zeit in einem nicht-germanischen Land verbringe.

00:24:08: Was soll das?

00:24:09: Er sagte, du kannst nicht in dem Theater, in der Oper, im Film arbeiten, wenn du noch immer Deutsch denkst.

00:24:17: Ja.

00:24:20: Und damals in meiner Filmschule, das war einfach zu teuer, das ist nicht dringelegt.

00:24:27: Dann bin ich auf Paris zu meinem Onkel.

00:24:28: Er war ein Dokumentarfilmer.

00:24:31: Er hatte in den Seventy-Genuss-Kargonen.

00:24:34: Für einen Dogfilm über ein Pianist, Arthur Rubinstein.

00:24:38: Und das war super, weil er war völlig kalt.

00:24:47: Er schickte einen Schneiderum.

00:24:51: Dann kam er in die Hand und sagte, das müsse ich das machen.

00:24:55: Da sollte ich das filmen.

00:24:57: Keine Ahnung, aber man musste sich durchkämpfen.

00:25:01: Das war grossartig.

00:25:05: Sehr lange Karriere im Film.

00:25:08: Ihr seid viel Produzent heute, vor allem.

00:25:12: Viele Leute wissen sicher, was ein Filmer Regisseur macht oder eine Regisseurin oder ein Drehbuchschreiber.

00:25:17: Aber eine Produzent, ich glaube, viele Leute können sich gar nicht darunter vorstellen, was eine Produzent

00:25:22: ist.

00:25:22: Man zahlt einfach alle Rechnungen.

00:25:25: Das tut jetzt sehr profan.

00:25:26: Ich glaube, er hat noch ein paar andere Aufgaben.

00:25:28: Ja, also eine Produzent ist ein Unternehmer.

00:25:31: Also eben, ich habe ... zuerst für damals Kondofilm produziert, und dann im New-Ninz-GC Films gegründet.

00:25:44: Wir suchen das Projekt, entwickeln die, finanzieren die, und der Regisseur ist sozusagen der künstlerische

00:25:55: Umsetzer.

00:25:57: Aber er ist ein Angestellter, also am Schluss.

00:26:00: Wenn man das letzte Wort so will, kann ich immer haben.

00:26:04: Es gibt nichts, was nicht über meinen Schreibtisch geht.

00:26:08: Aber natürlich, wenn man mit Regisseuren die Zusammenarbeit gut kennt, vertraut man einen anderen.

00:26:14: Aber es ist gesammter Unternehmung.

00:26:18: Ich vergleiche das manchmal mit einem Beunternehmen, der sagt, dass man ein Grundstück kaufen muss.

00:26:26: Das Thema oder einen Roman, wie Nachtzug nach Lissabon oder Stille von Max Frisch.

00:26:34: Und dann suchen wir eine Architekt, das ist der Rehbuchautor.

00:26:38: Der schreibt auch den Rehbuchautorin oder mehrere.

00:26:42: Die schreiben dann das Rehbuch und dann muss man es finanzieren.

00:26:47: Und dann machen wir eine Finanzierung, eine Struktur, eine Auswertungsplanung und so.

00:26:54: Und dann setzt ein Regisseur ein eigenes ganze Künstler um, mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

00:27:02: Und

00:27:03: wenn ihr seht, es geht in die falsche Richtung, was hier gemacht wird, was macht ihr als Produzent?

00:27:10: Ja, dann diskutiert man das.

00:27:13: Ich sage immer, am Anfang muss man wirklich viele Diskussionen miteinander führen.

00:27:17: Um wirklich herauszufinden, meinen wir das Gleiche.

00:27:21: Und das ist ganz wichtig.

00:27:22: Da darf man sich nicht davon scheuen.

00:27:24: Und wenn man merkt, nein, man meint nicht das Gleiche, dann geht es nicht.

00:27:29: In dem Moment, in dem man sich fährt auseinander, dividiert das ist ganz, ganz problematisch.

00:27:33: Und ich muss sagen, ich hatte eigentlich nie das Problem.

00:27:39: Entweder sehr frühzeitig hat man sich getrennt, aber in der Realisation ist es dann wirklich schwierig.

00:27:48: Was dann sein kann, ist im Schnitt der Begriff der Final Cut.

00:27:52: Wer hat am Schluss über den Definitiven ... geschnittene Filme.

00:27:57: Und der behalte mir immer bei uns.

00:27:59: Ja, dann gibt es noch der Directors' Cut, oder?

00:28:02: Ja, der Directors' Cut.

00:28:03: Der AC macht den Directors' Cut, dann schauen wir das an, wenn wir merken, dass es nicht stimmt.

00:28:07: Und das ist natürlich dann oft auch in Zusammenarbeit mit, zum Beispiel im Filme, wo der Film dann ins Kinder bringt.

00:28:13: Wenn man merkt, wo der Film ist zu lang, oder da hängt er durch, oder weiss was.

00:28:17: Da hat es schon ab und zu mal Diskussionen gegeben.

00:28:22: Ja, und wenn man sich dort nicht am Schluss kann, hätten wir den Stichentscheid.

00:28:28: Ich habe eine Frage.

00:28:29: Ich ging sehr gerne zu Kino schon lange.

00:28:31: Ich ging als Kind gerne zu Kino.

00:28:33: Und mir ist aufgefallen, früher sehr lange zu filmen.

00:28:38: Inzwischen sind es seit zehn Jahren, ich habe das Gefühl, es gibt fast keine Filme, die in einer halben Stunde eine gute Geschichte verzehlt haben, meistens zwei oder sogar drei oder sogar dreieinhalb Stunden.

00:28:46: Warum ist es nicht sogar schwieriger, eine gute Geschichte in einer halben Stunde zu verzehlen als in drei?

00:28:53: Also, ich habe noch nie einen kurzen Film gesehen, aber es war von «Hundert Films» von «Hunderte Films».

00:29:00: Für mich auch.

00:29:01: Ich verstehe es nicht.

00:29:02: Es ist auch eine Diskussion, die ich oft mit Regisseuren und Regisseuren habe und auch mit Autoren.

00:29:08: Ich sage, hey, hör doch auf.

00:29:09: Ja, aber das gibt noch diese Farbe.

00:29:12: Man muss versuchen, eine Spannung

00:29:14: aufzubauen

00:29:15: und diese Spannung, um den emotionalen Höhepunkt überschritten zu sein.

00:29:23: Dann kann man nicht weiss, was man machen muss.

00:29:26: Es ist eine gewisse Monomanie.

00:29:29: Und es gibt wirklich wenige Filme, die es gibt.

00:29:33: Und ich finde es zum Teil furchtbar.

00:29:36: Aber das ist mein persönlicher

00:29:37: Geschmack auch.

00:29:38: Ich habe am Anfang gesagt, dir haben ganz viele erfolgreiche Filme produziert.

00:29:43: Welches ist euer Lieblingsbaby von all diesen Filmen?

00:29:47: Gibt es

00:29:48: das?

00:29:48: Das ist eigentlich so, wie wenn ich jetzt würde ... Vater oder Mutter, weil es ist das Lieblingskind und es stehen alle Kinder vor ihm.

00:29:56: Es lasst niemand zu.

00:29:58: Nur wir zwei.

00:29:59: Es gibt in dem Sinne, dass jeder Film hat einen eigenen Aspekt, den ich sehr liebe.

00:30:07: Also jetzt Hallo Betty, finde ich einfach ein wunderbarer Film, auch mit dem Humor und der Zeit.

00:30:12: Schellenusli, eine grosse Art, wie man das machen konnte.

00:30:17: Die Nachtzug nach Lisbon war einer der schönsten Filmarbeiter mit Billy August mit Jeremy Irons und Christopher Lee.

00:30:23: Es war wirklich eine tolle Zusammenarbeit.

00:30:28: Vielleicht der wichtigste Film, aber auf einem ganz bestimmten Aspekt, nämlich auch den politischen Aspekt, der viel bewirkt hat, ist schon der Verdienbarer.

00:30:36: Ja.

00:30:37: Und was mich da ganz besonders freut, ist, dass niemand diesen Film will.

00:30:42: aber wenig zuerst bekommen.

00:30:46: Nur mit Filtrexen, Rehen und Erpressungen, und so hat es dann irgendwann gekommen, sonst gibt es noch Heiba Meiss, macht er wieder mal Terror.

00:30:57: Das habe ich in diesem Film durchgebracht.

00:31:00: Niemand hat daran geglaubt, dass es ein Erfolg ist, nicht einmal die Flieger haben zu wollen.

00:31:04: Dann habe ich den ...

00:31:05: Schallt das Tabuthilm?

00:31:07: Ja,

00:31:07: nein, aber die haben sich verhalten.

00:31:12: Uli, der Knüchter, der weiss was.

00:31:16: Dann habe ich den Ralf Dietrich von der Asgotely bezüglich der Strasse getroffen und er sagte, du machst es bei uns nie im Film.

00:31:23: Ich sagte, wer hat sie jetzt nie gegeben.

00:31:25: Aber ich habe ein Drehbuch, liste das einmal.

00:31:27: Dann haben wir sofort die Leute nach zwei Tagen getroffen.

00:31:30: Ich habe es nur getrennt.

00:31:31: Ich habe nur geholen, weil ich das Buch geltet habe, wie viel Brust.

00:31:34: Dann konnten wir diesen Film machen.

00:31:36: Und das ist für mich ... Und dieser Film hat nach sehr viel bewirkt.

00:31:40: Politisch, oder?

00:31:41: Politisch

00:31:41: hat die Dynamik in Gang gesetzt für die ehemaligen Verdienkinder rund in die Tische.

00:31:48: Von daher ist das schon für mich ein Film, das ganz in einem speziellen Art und Weise einmalig und für mich

00:31:57: ist.

00:31:58: Wir kommen schon zum zweiten Lied Peter Riechenbach, der Waffer des Manimatter.

00:32:02: Warum?

00:32:04: Ja, der Gewaff, also metaphysische Grusel.

00:32:08: Meine Mater ist für mich einfach einer der grossartigsten, zeitlosesten Poeten, Musikpoeten, die wir in der Schweiz haben.

00:32:22: Immer noch haben, Gott sei Dank, dort die Aufnahmen.

00:32:26: Es ist so viel und so wunderbar, ob das Hemmungen ist oder ein Lotti schildert oder ein Metaphysisches Ausleb im Gwaffer.

00:32:49: Im Gwaffer bin ich gesessen vor einem Spiegel, schaue rein und sehe darin ein Spiegel, das erwandt ist wie Savi.

00:32:59: Und der drinnen weder spiegelt sich der Spiegel hier vor dem Meer.

00:33:03: Und in dem Spiegel weder um den Spiegel hin dürfen.

00:33:08: Und so ging es weiter, es war wie eine Länge Korridor.

00:33:12: In diesem Kopf war es hundertfach von hinten und von vor.

00:33:16: Er war aufgeregt in ihrer Kolonne, das Hindernste ist der Kopf.

00:33:21: Ich habe ihn nicht mehr gekannt, so klein war wie Negofer

00:33:24: Knopf.

00:33:25: Mein Kopf, der hat sich dort derweiten.

00:33:27: stellend euch das vor.

00:33:29: Verlorene ihr Unendlichkeit vom Längenkorridor.

00:33:34: Ich habe mich selber hinten gesehen, verschwindet, habe das gesehen.

00:33:38: Am Heiter helle vor Mittag und wie wenn nichts

00:33:41: wäre geschehen.

00:33:42: Vor Klopfen nehme ich das Mauer aufgesperrt, da sei ich im Korridor.

00:33:46: Gerade hundert Mühler mit aufgehangen, wie ein Männerkorn.

00:33:50: Ein Männerkorn aus mir allein, ein Käbengespäßungsfühl.

00:33:54: Ein Metaphysis-Gruusel hat mich gepackt im Gwaffer-Gestühl.

00:33:59: Ich hatte Serviette von mir gerissen und geschore sofort, das Gwaffer-Geschäft verlassen mit ein paar entschuldigenden Worten.

00:34:14: Wir

00:34:23: kommen zurück im Klartext heute mit dem Filmproduzent Peter Riechenbach.

00:34:28: Peter Riechenbach, ihr seid ein grosser Kenner, ein grosser Expert für Filmmusik.

00:34:33: Ihr hattet das Filmmusikfestival in Gstaatszeit, der künstlerische Leiter.

00:34:39: Was macht gute Filmmusik?

00:34:45: Das ist eigentlich sehr schwierig per Saison zu beantworten.

00:34:50: Er war zweimal Präsident der Schuere für den europäische Filmmusikpreis.

00:34:57: Wir mussten extrem viele Filme nachschauen.

00:34:59: Wenn man einen schlechten Film sieht, kann man viele Musik schlecht beurteilen.

00:35:03: Aber es gibt natürlich Filme, die unglaublich geprägt wurden von der Musik.

00:35:08: Ich rede Ninorota und Fellini.

00:35:11: Das ist z.B.

00:35:12: typisch auch ... Man merkt, dass ich den Film nach dem Ninorota gestorben finde.

00:35:17: Die Fellini-Filme waren nicht mehr die gleichen.

00:35:21: Die Qualität ist großartig.

00:35:35: Es ist ein Gesamtkunstwerk.

00:35:38: Ich sehe viel Musik schon, fast in der Tradition von Puccini, Verdi.

00:35:46: sehr oft emotionale Kraftwerke dahinter.

00:35:50: Es ist oft so, dass man erst wegen der Musik hier von Grennen, zum Beispiel, oder?

00:35:55: Ja, und es unterstützt es einfach.

00:35:58: Es gibt an einem Film eine einmalige Erkennung, in der man sofort weiss und dann sieht man sofort die Bilder.

00:36:08: Und das ist schon etwas, das ich ausmache.

00:36:12: Wir haben vorhin über den Verdienwurb geredet.

00:36:13: Das ist zum Beispiel interessant.

00:36:14: Als wir den Verdienwurb gemacht haben, haben wir über Filmmusik geredet.

00:36:18: Ich habe sogar einmal mit Stefan Eicher darüber geredet.

00:36:23: Er hat das auch gemacht.

00:36:24: Dann haben wir die Sachen komponieren lassen, die Max auf dem Örgelie spielt.

00:36:30: Dann haben wir den Rollschnitt gesehen, dass es noch keine Musik hat, nur die Örgelie Musik.

00:36:36: Und ich dachte auch.

00:36:38: Er darf kein Musiker haben, er darf nur dann Musiker haben, wenn Max Orgelis spielt.

00:36:43: Und dann höchstens beim Abspann noch.

00:36:46: Er dachte, wie bringe ich das jetzt am Regisseur, an meinem Boot dabei?

00:36:55: Und am Abend geläutet das Telefon, er ist am Telefon und sagt, Peter, du, ich muss sagen, das ist überleitet, was meinst du?

00:37:04: Ich glaube, wir dürfen keine Musik haben in diesem Film.

00:37:06: Und wenn man diesen Film heute anschaut, das fällt ihm gar nicht auf, dann hat er keine Musik, außer wenn Max wirklich Handhäuser spielen.

00:37:16: Also das ist eben auch Musik.

00:37:19: Musik ist nicht nur ... Musik ist auch dann, wenn Pausen sind oder wenn es keine Musik gibt.

00:37:23: Hat der Mozart gesagt, Musik hört dort Pausen dazwischen dazu?

00:37:26: Absolut.

00:37:28: Und ... Ja, und es ist interessant, wie es einfach gibt.

00:37:35: Es gibt nicht allzu viele Regisseure, die wirklich Musik verstehen.

00:37:41: Also Francis Ford Coppola ist sicher eine, oder?

00:37:45: Ja, im Vater Garmini Coppola war schliesslich komponisch.

00:37:52: Das ist ... Und bei Sinemusic habe ich sehr viele Komponisten dazu.

00:37:57: Ich habe noch mit David Ragsinn, der noch für Charlie Chaplin muss, mit Togutake Mits und für die bedeutendste japanische ... Komponist vom zwentigste Jahrhundert.

00:38:08: Was ich noch spannend finde, ich habe mir jetzt das überlegt, was ich mir vorbereitet habe für die Sendung oder für viel Musik.

00:38:12: Da habe ich gedacht, okay, was man mich spontan erinnert, also der Paten, der Ennio Morrigone Klaren, aber auch der Henry Manzini zum Beispiel, mit Breakfast at Tiffany's Moon River.

00:38:23: Oder kommt mir immer die Sinn oder vom Winden verweht.

00:38:26: Die Streicher, das ist einfach, oder das ist weit Teil des Gesamtkunstwerks Musik, Filmmusik.

00:38:32: Absolut.

00:38:33: Für mich ist das wirklich fast ... Es kriegt einfach unglaubliche Dimensionen.

00:38:41: Es ist wie ein Luftballon, das sich dann extrem füllt.

00:38:46: Musik ist natürlich, was natürlich sehr starke Emotionen erzeugen kann.

00:38:53: Das merkt man auch selber, je nachdem, wenn Musik ist, wo man plötzlich die Reine in den Augen kommt.

00:38:58: Und das ist natürlich bei ... Filmmusik ist das zu Teil extrem.

00:39:04: Ich

00:39:06: habe erst ein Film gesehen, One Battle After Another, auch sicher ein langer Film.

00:39:10: Und dort hat es mich... Ich habe mich wieder gewöhnt, aber es hatte die ganze Zeit Musik.

00:39:14: Aber wie so in einem Warehaus oder in einem Hotellobby?

00:39:18: Es war nicht so definiert, warum die Musik spielt.

00:39:22: Es gibt auch so Trends in den Filmen, dass man plötzlich sagt, dass man den ganzen Film mit Musik fällt.

00:39:28: Nein, ich weiss nicht, wer die Musik gemacht hat.

00:39:32: Aber ich finde es natürlich fatal.

00:39:35: Ich verstehe eigentlich nicht, warum wir die permanente Musikberisslichkeit haben.

00:39:42: Und es ist noch erstaunlich, wie eben Musik verfälscht wird.

00:39:49: Als ich das erlebte, als ich damals meine erste Operinin war, war ich nach Bucco in Luzern.

00:39:55: Ich habe ziemlich einen Skandal provoziert.

00:39:59: Warum?

00:39:59: Es

00:40:00: ist eine leere Bühne mehr, wenn ich mit einem Branck aus die Kopf traf.

00:40:05: Das ist für Luzern.

00:40:05: Er war eine leere Bühne.

00:40:07: Wer hat das Bühnenbild von Nabucco gestohlen?

00:40:11: Er war auch überschriftlich.

00:40:13: Der Bischof hat gesagt, er gibt es zum Arthesmusaufruf.

00:40:20: Sehr politisch.

00:40:21: Ich bin aus der Frankfurter Schule gekommen.

00:40:23: Neue Fels, Flimm, Adorno.

00:40:29: Wir sind ziemlich rabiat an diese Sachen angegangen.

00:40:34: Und dann haben wir so eine Publikumsdiskussion gehabt und dann ist zum Beispiel eine Stimme gewesen, weil ich mit dem Gefangenen kam, da hat es nur so eine braune Wand gehabt und die sind beschmiert, zum Teil mit Hakenkreuz und so.

00:40:45: Und da gibt es ein so schreckliches Bild bei einer so schönen Musik.

00:40:51: Es ist ein gefangener Chor.

00:40:54: Und jeder Pizzeria spielt da, da, da, da.

00:40:58: Und die Leute haben das Gefühl, das ist eine schöne Musik.

00:41:01: Das ist eine ganz traurige Musik, das ist ein gefangener Chor.

00:41:04: Und die permanente Nullachtfünfzehn Berissling führt zu einer völligen Bedeutungslosigkeit der Musik.

00:41:15: Es ist aber nicht so beim Visuellen, dass wir total überfordert werden wollen, weil die Welt so visuell ist, die mit dem Handy, das man immer auf einem Bildschirm schaut, Instagram, Videolei, fünfzehn Sekunden Clips und so.

00:41:27: Merkt ihr das dort auch, dass sich das Visuelle auch verändert

00:41:31: hat?

00:41:32: Ja, das Visuelle hat sich einfach verändert, dass die Konzentrationsfähigkeit viel kleiner geworden ist.

00:41:38: Ja, es wird alles etwas bedeutungsloser.

00:41:47: Die Ungenauigkeit der Sprache heute, das ist unglaublich.

00:41:55: Wenn es heißt, das ist ein Star, dann ist das wirklich ein Top-Level von einer ... Kultur oder was?

00:42:08: Bedeutig waren es Schauspielerinnen und Schauspieler.

00:42:11: Also Marlene Dietrich zum Beispiel.

00:42:13: Ja, das waren Stars.

00:42:15: oder Richard Strauss war ein Star.

00:42:19: Heute tritt jemand die Treller die viermal irgendetwas am Fernsehen.

00:42:24: Bei Deutschland sucht er den Superstar oder was.

00:42:27: Dann heisst es schon Star.

00:42:30: Einer, der mal zwei Filme gemacht hat, gilt schon fast als Star-Regisseur.

00:42:37: Soll das?

00:42:39: Also dass man wie alles auf eine Ebene aufhält, die fast ein bisschen ... Hysterisch, dann ist das alles immer so.

00:42:45: Ich

00:42:46: meine, wir haben ja jetzt einen sehr bedeutenden Politiker, der ja nur superlativ denkt.

00:42:52: Der Bigest, der Greatest.

00:42:53: Er

00:42:53: war so erfolgreich, in der ganzen Geschichte.

00:42:57: Also ist alles immer noch superlativ.

00:43:00: Und genau so kommt es mir vor, es ist komplette Bedeutungslosigkeit.

00:43:04: Ein Superstar kann man sagen, was ihr mitten zu tun habt, ist Lisa Minelli.

00:43:10: Lisa Minelli.

00:43:11: Wirklich über grosse Legende.

00:43:13: Sie lebt immer noch.

00:43:14: Wie geht man mit so Leuten um?

00:43:16: Mit ihr war es eigentlich auf der einen Seite völlig einfach.

00:43:21: Wir haben uns wunderbar verstanden.

00:43:23: Und es war immer ein nerviger Weg.

00:43:27: Das beste Beispiel war, als ich zum Konzert der zweiten Konzerte kam, habe ich in New York geläutet.

00:43:35: Sie hat gerade das Haus verlassen und gesagt, wie bitte?

00:43:38: Der Flüger geht ja innerhalb von einer halben Stunde.

00:43:42: Also der Flüger ist dann schon mal weggegangen vom Dock und ist noch mal zurück, hat sie mitgenommen.

00:43:48: Und als ich nachher kam, habe ich gesagt, Liza, why are you always making such a mess?

00:43:54: You're really sometimes a pain in the ass.

00:43:57: Hat sie mich ganz gross angeschaut und gesagt, Peter, I don't know why you say that.

00:44:02: I always come when you call.

00:44:06: Ein ganz lieber Mensch, jemand, der sehr liebesbedürftig war, aber natürlich mit ihrer ganzen Vorgeschichte immer ein wahnsinniger Rucksack mitgetragen hat.

00:44:23: Aber das ist mir immer wieder auffallen.

00:44:26: bei jedem so Leuten, wenn man sie persönlich kennt, sind sie eigentlich ganz normale Menschen.

00:44:32: Und sie möchten geliebt werden, und sie möchten nicht ... Sie möchten, dass Menschen behandelt werden.

00:44:37: Ohne die Überhöht werden?

00:44:40: Ja, am Schluss nicht.

00:44:41: Natürlich haben sie so ein gewisses Ego.

00:44:44: Und sie wollen natürlich, aber oft sind es Gupfwitzschutz, nur die Agenten, die so einen Affentheater machen.

00:44:52: Also ich habe das gerade ... Ich erinnere mich an Jeremy Irons.

00:44:56: Ein wunderbarer Mensch war aber mit dem Agenten eine Katastrophe.

00:45:00: Dann sagte er, weil ich einen Schoffer habe, auf den Schoffer, auf den Schoffer.

00:45:05: Weil Jeremy im Bern, wo wir angefangen haben, hat er gesagt, Jeremy, why do you need a chauffer?

00:45:12: What?

00:45:13: I don't want a chauffer.

00:45:14: Das war der Agent, der so wichtig gemacht hat.

00:45:18: Dann musst du seine Daseinsberechtigung beweisen, oder?

00:45:22: Das ist sehr eine Umtreibung.

00:45:24: Was ist im Moment euer aktuellen Projekt?

00:45:27: Was ist die neue Zukunft?

00:45:30: Im Moment bin ich immer noch sehr beschäftigt mit Hallo Betty, wo ich einfach einen ganz tollen Film finde.

00:45:37: Ein wunderbarer Film und es ist eine Zeitgeschichte.

00:45:41: Wir sind am Entwickler der neuen Stoffe.

00:45:44: Das ist noch ein bisschen früher darüber zu reden.

00:45:46: Schade.

00:45:50: Ja, es sind einige Sachen, die am Abklären sind.

00:45:56: Aber man muss schon sehen, es ist eine schwierige Zeit im Moment.

00:46:01: Wir müssen schauen, was Zukunft.

00:46:06: Wenn die Halbierungs-Initiative durchgeht, wäre das für den Schweizer Film ... Eigentlich eine Katastrophe.

00:46:13: Man muss vielleicht dazusagen, dass eben das RG sehr viel, den Schweizer Film unterstützt.

00:46:18: Ja, und auch nicht nur das Finanzieren, wo der Film nachher sichtbar wird, was soll denn sein?

00:46:25: Und man hätte jetzt eine Netflix, die eventuell Warner Brothers übernimmt.

00:46:31: Es sind sehr viele Sachen im Umbruch, die wir uns auch ein wenig darauf einstellen.

00:46:35: Das Kino wird ja oft ein wenig für Tod erklärt.

00:46:39: Das Kino ist in der Krise, seit ich mich als Kino erinnern kann.

00:46:44: Die Musik ist in der Krise, seit ich mich als Musiker erinnern kann.

00:46:49: Die Menschheit war immer in der Krise.

00:46:53: Man muss immer nehmen neue Chancen.

00:46:56: Es geht nicht immer gleich weiter, wie die letzten ... Man muss immer wieder überprüfen, um einen neuen Weg zu suchen und überlegen, ob das noch eine Berechtigung hat oder ob man etwas nicht mehr zeitgemäß ist.

00:47:12: Zum Abschluss Peter Richard Bach, die dritte Lied vom Nina Rota, der auch schon darüber geredet hat, also die Auvertür zum Film The Godfather von Francis Ford Coppola.

00:47:26: Nino Rota ist einer der grossen, grossen Meister der Filmusik.

00:47:31: Nicht nur Filmusik, er hat eine tolle Symfonie-Werk komponiert.

00:47:40: Aber Nino Rota ist Gottfader.

00:47:44: Und für mich ist Gottfader sicher der Film, den ich am meisten gesehen habe, immer, wenn ich mal in einem Hotel war, in der Nacht oder im Fernsehen angemacht habe.

00:47:53: Gottfader bin ich hängen geblieben.

00:47:55: Und ich muss sagen, das ist ein Meisterwerk an der Dramaturgie, wie das gebaut ist, wie das erzählt ist, mit einer unglaublichen Besetzung.

00:48:06: Jede Figur stimmt bis ins letzte Detail.

00:48:09: Also, wirklich für mich, also eigentlich ... In diesem Sinne fast eine perfekte Film.

00:48:19: Danke vielmals für das Gespräch, Peter Riechenbach.

00:49:53: Danke.

00:51:31: Jederzeit zum Nachlosen auf ashore.ch und auf allen gängigen Podcastsportal.

00:51:36: Wird euch präsentiert vom Kerchestore in Leis.

00:51:39: Wir vom DLZ-Team beraten, verkaufen und pflegen alle Kerchergeräte.

00:51:44: Mit Kerchern wird diese

00:51:46: Hei wieder

00:51:47: wow!

00:51:48: Mehr unter dlc-leis.ch.

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