«Klartext – der ajour-Talk» mit SRF-Frau Claudia Moor: «Den Mauerfall habe ich verschlafen»
Shownotes
Die SRF-Sportjournalistin Claudia Moor ist in Ostberlin aufgewachsen und der Liebe wegen nach Biel gezogen. Seit über 25 Jahren kommentiert sie für SRF im Fernsehen Sport. Gerade ist sie von den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina zurückgekehrt.
Die Stimmung? «Weniger olympisch als auch schon», sagt sie im Gespräch mit Nicoletta Cimmino, und schenkt einen Blick hinter die Kulissen eines der wichtigsten Sportevents überhaupt. «Aber nach drei Wochen habe ich olympische Ringe unter den Augen.»
Zudem erzählt Claudia Moor, wie sie den Mauerfall am 9. November 1989 verschlafen hat: «Ein Freund rief an und erzählte, die Mauer sei offen. Ich dachte, er spinnt, und ging wieder ins Bett.»
Ein Gespräch über ihre Liebe zum Sport, ihre grosse Bewunderung für Roger Federer, über die jüngere Geschichte Deutschlands - und darüber, was es mit «Anschleicher»-Liedern auf sich hat. (Hint: In der Schweiz sind das Lieder, die sich zum Slowtanzen eignen)
Transkript anzeigen
00:00:00: Klartext,
00:00:01: der Aschutalk
00:00:02: mit Nicoletta Cimino.
00:00:04: Wird euch präsentiert vom Kärcher-Store in Lies!
00:00:07: Wir von DLZ Team beraten, verkaufen und pflegen alle Kärkergeräte.
00:00:12: Mit Kärchen wird diese Hei wieder.
00:00:15: wow!
00:00:16: Mehr unter dlz-lies.ch.
00:00:20: Willkommen im Klartext.
00:00:21: am Aschur-Tag auf aschurt.ch Kanal drei und das Podcast jede Woche mit einem interessanten Gast bei mir im Studio, meistens aus der Region.
00:00:30: Und ich weiss jetzt nicht wie es euch ... Zuhörerinnen und zuhörern geht, aber ich habe bei den Olympischen Spielen in Milano-Gordina praktisch jeden Eiskunstlauf Wettbewerb geschaut.
00:00:40: Dort hat meine heutige Gast eine grosse Rolle gespielt.
00:00:44: Sie war quasi die Stimme zum Bild, das wir gesehen haben zusammen mit Sarah van Werkel.
00:00:49: Sie ist Wahlbielerin seit über sechsundzwanzig Jahren Sportjournalistin bei SRF.
00:00:54: Und ich freue mich sehr, dass sie da ist.
00:00:56: Willkommen im Klartext, Claudia More.
00:00:59: Schön, dass ihr hier sehen darf!
00:01:00: Es ist eine sehr schöne Seite hier.
00:01:01: Jetzt habe ich mich im Studio normalerweise immer nur in den Ohren, wenn ich Eiskunstlaufe schaue.
00:01:08: Die Sendung heißt Klartext und zu Beginn gebe ich fünf Wortbaare, die ihr immer noch verzehnt oder anderen entscheiden müsst.
00:01:15: Also ihr müsst quasi etwas klartextreden dürfen es aber nicht ellelang begründen.
00:01:19: Seid ihr bereit?
00:01:20: Absolut!
00:01:21: Also
00:01:22: Sandstrand- oder Isshalle?
00:01:26: Isshale...
00:01:27: Alissa Liu Vielleicht wüssten sie uns nicht.
00:01:30: Es ist die Goldmedaille in Milano gewonnen, Eiskonschläufe bei den Frauen oder unsere Schweizer Legenden Stefan Lambiel?
00:01:38: Stefan!
00:01:40: Federer oder Nadal?
00:01:43: Was eine Frage.
00:01:43: Federer
00:01:45: Berlin oder Biel?
00:01:48: Da muss ich zögern... steckt schon noch viel Berlin in mir drin?
00:01:52: Doch Berlin
00:01:54: Und das Letzte Kino oder Operen?
00:01:59: Kino.
00:02:00: Ist es schwierig gewesen?
00:02:02: Nur bei Biel oder Berlin.
00:02:03: Beides liegt mir am Herzen und beides aus anderen Gründen.
00:02:06: Da reden wir sicher auch noch darüber in der nächsten Fast-Ganzestung, ich will kurz vorstellen.
00:02:12: Ihr seid ins Halle auf die Welt gekommen, nach zwei Jahren auf Berlin zügelt.
00:02:19: Ihr seht in Ostberlin aufgewachsen.
00:02:21: Nach der Schule habt ihr eine Zerstausbildung gemacht zur TV und Radio-Tontechnik.
00:02:27: beim dir der EF-Fernsehen.
00:02:29: Nachher hat er das Studium angefangen, Film und Fernsehregie an den Filmhochschub Hotsdam Babelsberg, weil er wieder gesagt, eine kleine Felliniheit will werden.
00:02:39: Kurz bevor die DDR-Fensee aufgelöst wurde, sei ihr entlassen worden, habt ihr irgendeine Schmutzung zum ZDF gewechselt.
00:02:46: Ihr habt bis im Jahr twoi tausend und eins beim Sport des ZDf geschaffen.
00:02:51: An einem internationalen Schwimm-Mitting hat ihr euren heutigen Ehemalern kennengelernt.
00:02:56: Ein Romo, ein Schweizer.
00:02:59: Ihr habt es seit langem, das macht man für die Liebe pendeln zwischen Mainz und Leschaudfonds.
00:03:04: Ihr seid seit dem Jahr zweitausend bei SRF.
00:03:06: Ihr hattet ungefähr eine zwanzigjährige Tochter.
00:03:09: Ihr lebt seit eben zweiundzwanzig Jahren mit eurem Mann zu Bio.
00:03:13: Habe ich etwas sehr Wichtiges vergessen oder verdauscht?
00:03:18: Nein, weil ich glaube der Romo erklärt warum ich immer noch so ... recht Hochdeutsche reden und keine Schweizer sind.
00:03:23: Ja, und ich muss auch so mehr Mühe geben, dass sie nicht plötzlich in die Hochdeutchen kippen.
00:03:27: Ich glaube das kennen du gerade, dass Nährwäder mit Leuten sprechen, dass die plötzlich schon etwas Schweizer ist, dass man auch in die hochdeutische kippt?
00:03:33: Sehr!
00:03:35: Ist das
00:03:35: nervig?!
00:03:36: Nein, es tut mir leid.
00:03:38: Wenn ich jeweils Interviews mache für die Leute ... Normalerweise sage ich das auch vorher.
00:03:42: bitte Schweizer-Deutsch antworten.
00:03:43: Ich stelle die Fragen auf Hochdeutsche und dann heißt sie in der Regel Ja ja!
00:03:46: Und dann ist sofort die Antwort auf Hoch-Deutesch.
00:03:49: Es zwingt uns relativ häufig zum noch mal anfangen.
00:03:52: Also hier ist kein Problem wenn ich jetzt Hochdeutchen kippe.
00:03:56: Ihr seid erst gerade heimgekommen von dem Olympischen Spiel.
00:03:59: Ihr seht drei Wochen lang seit ihr in Milano Gordina war.
00:04:03: Ich muss vielleicht noch sagen wir zwei haben uns leeren kennen vorgenau.
00:04:06: Das war der letzte Olympischen Winterspiel in Italien, nämlich Turin.
00:04:11: Seit diesem Jahr waren das für euch stimmige Olympische Winterspiele in Milano-Cortina?
00:04:16: Die Redi hat schon ein paar erlebt.
00:04:20: Ja, Milano Cortina ist genau das Problem aus meiner Sicht.
00:04:25: Es sind nicht an einem Ort die Spiele gewesen, sondern verteilt,
00:04:30: d.h.,
00:04:31: wie die Stimmung ... Es teilt sich auch auf an verschiedenen Orten.
00:04:35: Ich habe es jetzt nicht so intensiv stimmungsvoll erlebt.
00:04:38: in den Hallen dann selbst schon, aber in der Stadt weniger wenn ich ehrlich bin ja.
00:04:42: Ja und organisiert ist gut.
00:04:44: Wir haben die Hand verwerfen, wenn es ... Ich darf das sagen, ich bin hauptitalianer.
00:04:48: Wenn es um Italien
00:04:49: geht,
00:04:50: dass es vielleicht noch Luft gegen Offengeborganisatorisch
00:04:55: gibt?
00:04:56: Zwei Tage vor Beginn, wo wir das erste Mal uns vor Ort umgeschaut haben.
00:05:00: Wo ist unser Kommentatorenplatz?
00:05:02: und so weiter?
00:05:02: Und sofort da haben wir gedacht, oha!
00:05:05: Ob die das schaffen.
00:05:06: aber irgendwie sind sie dann Olympiasieger im schnell alles fertig gegangen.
00:05:11: Kriegen wir es in Italien?
00:05:12: Es war alles parat, als es losging.
00:05:15: Ich erinnere mich noch zu Turin.
00:05:17: Wir hatten ein Hochhaus, das die Medien gewohnt haben und es war wirklich kalter Winter.
00:05:21: Dann kam ich in den Zimmer mit diesem Einzubett rein und es gab nur einen Lindtücher auf dem Bett.
00:05:28: Die Heizung funktionierte auch nicht wirklich.
00:05:31: Das erste Reis war für uns in Supermärk neben der Anhörung, um ein TÜV zu kaufen.
00:05:35: Das ist vielleicht eine Sache.
00:05:37: Ja komm, kein Vorfall von anderen Olympischen spielen, aber das war dieses Mal nicht nötig!
00:05:40: Gut,
00:05:40: sehr gut.
00:05:42: Das stellt man sich recht glamourös vor oder den Reporteren an den Olympischen Spiel.
00:05:48: Wie glamouröse ist
00:05:50: das?
00:05:52: Es ist immer wieder ein Privileg.
00:05:55: Du bist hautnah dabei und kannst die ganze Stimmung aufsagen.
00:05:59: Die Nervosität, den Jubel, die Feierei, was auf den Zuschauerring abläuft ... Das ist ein Priviläge!
00:06:08: Aber ansonsten ist es mehrheitlich.
00:06:10: Sehr viel Arbeit, sehr viel Vorbereitung und sehr gleicher Tagesablauf.
00:06:17: Vorbereiten, arbeiten essen, wenn man Glück hat und noch was aufhat, schlafen, aufstehen, vorbereiten und dann das Gleiche von vorne.
00:06:27: Also viel arbeit, viel repetitiv und ich glaube so nach zwei Wochen kommt auch bei der Lagerkolle oder?
00:06:32: Olympische Ringe unter den Augen und so Sachen.
00:06:35: Absolut!
00:06:36: Aber der olympisch Geist, wenn man das vom Fernsehen aussieht, hat man das Gefühl, es ist nicht einfach eine Weltmeisterschaft oder eine Europameisterschaft.
00:06:46: Das ist wirklich ... Der olympischen Spirit, das ist schon da dort?
00:06:52: Ja du spürst es anders.
00:06:54: Die Athleten, du merkst ihnen anders ein absolutes Highlight für sie.
00:06:58: Du hast das Gefühl... Die Spannung ist noch mal größer, nochmal die Nervosität auch ein bisschen mehr da als sonst.
00:07:05: Es hat viel mehr Bedeutung.
00:07:06: Auch wenn unter Umständen was nicht gelingt und man nicht seine Leistungen zeigen kann, die Enttäuschung macht sich noch mehr Luft, noch mehr Tränchen ja?
00:07:18: Ist intensiver.
00:07:19: Alles
00:07:19: wie eine Stufe mehr, oder?
00:07:20: Ja, definitiv.
00:07:21: Jetzt muss ich mir das vorstellen in dieser Seite auf der Presse-Triebbühne und z.B.
00:07:24: während des Misskonstellations-Wettbewerbs.
00:07:26: In dieser Seite mit Sarah van Berkel auf der Treibbühnen im Kabindchen neben euch hat es nicht mehr andere Kommentatoren bar.
00:07:36: Wie muss ich mich das ganz konkret vorstellen?
00:07:39: Das ist ein ganz langer
00:07:41: Tisch
00:07:41: ... wie so ein Schultisch, wenn man so will.
00:07:44: Nur keine Ahnung, fünfzig Meter lang und dann aufgeteilt in kleine
00:07:48: Glöckschen.
00:07:49: Ja, separiert nur mit einem kleinen Plexiglass-Scheibe rechts links also wenn man tuschiert sich mit den Armen die Kollegen rechts und links aber man ist akustisch ein klitzekleines bisschen getrennt durch diese Plexi Glass Scheiben.
00:08:03: Man hat Monitore vor sich, zum einen um das Fernsehbild zu sehen damit man weiß was der Zuschauer sieht und nicht vor sich hin kommentiert was man so selbst in der Halle erlebt aber den Zuschauer sieht es gar nicht.
00:08:13: Man hat Monitor vor sich mit Daten also sprich Ergebnissen
00:08:18: bestimmte
00:08:19: Statistiken und so weiter.
00:08:20: und sofort ja und möglicherweise noch sein eigenes Laptop.
00:08:23: Das wird in der Regel dann aber schon ganz knapp weil der Platz wirklich sehr eng bemessen ist.
00:08:29: die Mühe oftmals auf den Ort des Geschehens zu blicken, sprich in unserem Fall die Eisfläche.
00:08:36: Weil die Monitor fast die Sicht versperren und man macht sehr viel Sport indem man selber immer aufsteht wieder runter, auf steht wieder runter.
00:08:43: Ja, sehr unspektakulär eigentlich und man muss Menschen mögen mit denen man sehr engen Hautkontakt hat.
00:08:50: ja.
00:08:50: Welche Nation oder welche Team sind neben euch gesessen?
00:08:54: In diesem Fall waren wir ... Ganz links außen und hatten rechts nur die Kollegen von RTS.
00:08:59: Und da würde ich lange kennen, sehr mögen ist das natürlich überhaupt kein Problem.
00:09:03: Ein kleines
00:09:03: Schweizer Regalier?
00:09:04: Ja genau, weil wenn es noch zu Turin ist glaube ich, also das habe ich ja nicht kommentiert aber dort wo wir eigentlich arbeiten im Medi-Zentrum sind eben dran getroffen gewesen.
00:09:12: Eine reise Delegation aus dem Jahr war auch speziell in meinem Kunstlaufe ein grosses Duell zwischen Stefan Lambiel und ... Mir
00:09:20: geht nicht Blushenko.
00:09:21: Blushenco
00:09:22: genau!
00:09:23: Am Sprink König her kann man sagen Trussten sie jetzt dieses Jahr nicht dabei gewesen?
00:09:29: Zwei im neutralen Team.
00:09:31: Ein Herr und einer Dame.
00:09:33: Genau, eine junge Frage oder?
00:09:35: Hätten die Leute die Erfahrung gesagt, dass man ständig auf ist?
00:09:38: Man bereitet sich vor, man geht dort an, man kommentiert, man schafft, man probiert etwas zu essen.
00:09:43: Geht er dann auch wieder hin?
00:09:44: Hättet ihr eigentlich etwas von Milano mitbekommen?
00:09:47: Ich bin ganz ehrlich ... Ich habe mir mal einen Morgen genommen und bin so Richtung Dom gewandt.
00:09:54: Und dann ist aber gegen Ladenöffnungszeit so ein Schwung Menschen gekommen, dass ich gedacht habe schnell weg!
00:10:01: Ansonsten ehrlich gesagt nein liegt aber ein bisschen an mir selbst.
00:10:04: Ich hätte wahrscheinlich die eine oder andere Stunde gefunden wenn nicht so ... Olympia-Sieger am vorbereiten wäre.
00:10:13: Ich bin gerne extrem gut vorbereitet und das kostet mich halt viel Zeit.
00:10:17: Also jeder Tag auch noch recherchieren, vielleicht auch was Zneuchten ist oder?
00:10:21: Ja dadurch dass bei mir jeden Tag die Sportart gewechselt hat ein Tag Eiskunstlauf einen Tag Shorttrack habe ich immer wieder rekapitulieren müssen was es passiert vorher.
00:10:30: dann bereitet man sich vor keine Ahnung.
00:10:32: im Eiskunslaufen ändert sich ja dann die Stadtfreienfolge wer noch dabei ist erfasst man noch ein bisschen was ist im Kurzprogramm passiert, damit man darüber nochmal reden kann.
00:10:42: Ja ja da kommt immer etwas zusammen und ich weiß nicht sie kennt es ja selber Man kommt vom Hunderten ins Tausendsten, wenn man immer beginnt zu recherchieren.
00:10:50: Da kann man noch klicken und dort kann man auch klicken.
00:10:53: Und schon sind zwei Stunden weg!
00:10:55: Gut das ist eigentlich ein gutes Zeichen.
00:10:56: weder so profund vorbereitet.
00:10:59: Ihr macht es ja nicht allein sondern ihr habt quasi als Co-Kommentatorin, ich sage jetzt mal aus der Experten Sicht wenn man so will, hat Sarah van Belken dabei gehabt früher Sarah Meijer, die selber auch Eiskunstläuferin war.
00:11:13: Wie fest muss die Chemie Stimmen.
00:11:17: Also, ich hatte das Gefühl, dass ihr gut mitnangt.
00:11:20: Das tut sehr heftig mit dem Kopf nicken!
00:11:23: Aber kann man auch mal mit jemandem einen Sportart kommentieren?
00:11:27: Wo wir jetzt nicht unbedingt noch privaten würden und ein Kaffee trinken?
00:11:31: Also es kann wahrscheinlich vorkommen, ist mir zum Glück noch nie passiert.
00:11:35: Bei mir hat das immer gestimmt auch mit Jermal Othmann, mit dem ich gelegentlich kommentiere oder jetzt mit Dietrich Waraklis beim Shot-Track.
00:11:42: Den habe ich auch sofort ins Herz schließen können... Aber wenn, denke ich, beide Seiten sind ausreichend professionell, dass man trotz allem weiß was man zu tun hat und trotz allen keinen Zuschauer oder zu hören merkt.
00:11:59: Es hilft natürlich, wenn man sich sehr gerne hat, das ist klar.
00:12:02: Ja, machen wir hierab auf einen Mute-Knopf und macht irgendein Witz zusammen?
00:12:07: Wie doch nicht!
00:12:09: Ja, natürlich... Ja, klar.
00:12:12: Die Leute können zusammen vorbereiten oder macht es jede für sie?
00:12:17: Es gibt Momente wo es quasi notwendig ist, dass man getrennt sich vorbereitet.
00:12:23: Dass aber nachher zusammen nochmal durchgeht weil während Olympia sind ja auch Medientermine wo dann die entsprechenden Athleten kommen und zur Verfügung stehen für die verschiedenen Medien.
00:12:33: Trainings wo man vielleicht gucken möchte damit man einschätzen kann wer es wie gut drauf das spürt.
00:12:39: uns sieht man mit unser sehr deutlich.
00:12:43: Wir trennen sich unsere Wege, manchmal geht Sarah zu einem Training und erzählt mir hinterher was sie gesehen hat.
00:12:50: Ich kann nicht dafür vielleicht erzählen, ich habe übrigens noch das und das gelesen.
00:12:54: Ja da ergänzen wir uns ganz sicher!
00:12:56: Ich finde ein Eiskunstlauf ist speziell jetzt eine wirkliche Sportart wo vielleicht wie keine andere bei den olympischen Winterspielen wirklich so Anlass gibt.
00:13:07: Oder sie wollen zum Teil einzukämpfen, außer beim Barlauf.
00:13:12: Aber es ist sehr künstlerisch und kreativ.
00:13:15: Es ist extrem herausforderndes Sport.
00:13:18: Das ist Hochleistung.
00:13:20: Dann gibt's immer noch das Klische der Reiskunst-Laufmutter in der ihr Kind pustet oder streng trainiert.
00:13:29: Es gibt auch Geschichten von russischen Schulen, die offenbar sehr streng sind ... Und dann kam dieses Jahr die junge Amerikanerin, Thalissa Liu, der Gold gewonnen hat.
00:13:39: Ich habe es vor ein paar Jahren in meinem Vater gesagt, ich höre ihn auf.
00:13:44: Dann fing sie wieder an und sagte, ich mache es zu meinen Bedingungen.
00:13:47: Ich will nicht, dass mir jemand sagt, was ich essen soll.
00:13:50: Ich bestimme selber die Musik mit dem Programm.
00:13:53: Sie hatte sich zwei super sympathische TVS-Ki-Trainer geholt ... Das Trainer Tua!
00:13:58: ... und hat Gold gewinnen.
00:14:00: Also so diese ... Die verschiedenen Wälder, die da aufeinander prallen das schon noch speziell?
00:14:07: Sehr.
00:14:08: Wobei ich glaube man muss... Also erstens schon am Anfang zum Thema Eislaufmutter und Trainer gibt es solche und solche ganz klar.
00:14:19: Ich war auch mal eine Eislaufmutter.
00:14:20: meine Tochter hat auch Eislaufen gemacht!
00:14:23: Und ich wage zu behaupten, ich war
00:14:25: keine Teig-Mamme.
00:14:27: Nein sonst wäre wahrscheinlich was aus ihr geworden in diesem Bereich, dies ist aber nicht.
00:14:34: Ich glaube, dass für das was Alisa Liu jetzt gemacht hat sie aber genau diese Grundlagen gebraucht hat aus der Zeit wo es eben anders war.
00:14:45: Ich glaube gerade ist extrem schmall zwischen.
00:14:48: ich kann das schaffen mit nur Lust und guter Laune und Freude an dem was sich mache und harter mit unter sehr unangenehmer Trainingsarbeit ... mit allem, was dazugehört von mal einem Push-it-Trainer bis hin zu... Ich kann nicht alles essen, was mir lieb ist.
00:15:05: Weil ich tendiere dazu das bei mir zu behalten in Formen von Speck.
00:15:10: Also ich zum Beispiel wäre jemand den müsste man ziemlich zwingend zu gesunden essen weil ja, ich bin unersiebläniert geb' ich zu!
00:15:21: Ist für mich schwierig.
00:15:22: also ich find es schön dass sie so zurückgekommen ist und jetzt das so leben kann.
00:15:28: Aber es hat die Grundlagen aus der anderen Zeit gebraucht.
00:15:31: Es gibt aus den Filmwissenschaften, oder wenn man von Regisseuren erzählt man ... Man kann schon die Regeln brechen, aber man muss sie erst kennen.
00:15:40: Ist das so ein bisschen das?
00:15:41: Das geht in die Richtung fürchte ich ja!
00:15:42: Ich glaube dass Kinder, die anfangen auch in eine Zeit wo sie sich für alles und nichts interessieren und überall mal die Nase reinstecken wollen, wenn die nicht auch ein bisschen der Weg ... Pass auf, wenn du etwas erreichen möchtest, musst du da schon ein bisschen mehr investieren.
00:16:00: Ohne das, glaube ich, kommst du nirgendwo im Leistungssport an nicht nur beim Eiskunstlaufen?
00:16:06: Ja.
00:16:06: Es war eigentlich euer erstes Erlebnis mit Eiskunkunstenlaufen.
00:16:10: Ich kann es bei mir sehr genau sagen.
00:16:11: Es ist leider nicht so ein Spielmann gewesen und man könnte sagen als Schweizerin.
00:16:16: Sondern es war ein englisches Park, in dem ich leider den Namen vergessen habe wie Polero.
00:16:21: Toverdin!
00:16:23: Ich weiss nicht, wie alt sie dabei war als Kind.
00:16:25: Aber das ist für mich die Heide Bolero-Danz des Ravels ... Sie waren in der Nacht,
00:16:30: ich glaube, ich habe das getanzt?
00:16:31: Ja,
00:16:31: dann bin ich zehn Jahre alt gewesen und das ist wirklich so für mich ... Also ich habe mich fast nicht erholt von dem mehr.
00:16:38: Es ist immer noch faszinierend!
00:16:40: Ich gucke es immer noch gelegentlich mal auf YouTube, wenn ich ehrlich bin.
00:16:43: War wie eine Revolution des Eistanzes.
00:16:46: Genau.
00:16:48: Mein erstes Erlebnis war als ... Gelähmter Ossi Katarina Witt als Carmen.
00:16:55: Und das war eine sehr eindrückliche Carmen.
00:16:57: Immer noch, ich habe erst ein Video von dieser Carmen geschaut und es ist immer noch ein Klass für sie.
00:17:03: Obwohl hier jetzt, weiss nicht, in den Dreißig oder vierzehn Jahre sie vergangen?
00:17:06: Ja, und sie hat auch nicht die verrücktesten Sprünge der Welt gemacht aber sie war so präsent und hat das so interpretiert also dass es mir geblieben ist heute.
00:17:17: Wer ist eigentlich im Moment, darf man das überhaupt sagen?
00:17:19: Oder verstehst du es irgendwie gegen die Neutralität.
00:17:21: Wer ist euer Lieblings-Eiskunstläuferin oder euer lieblingseiskunstenläufe aktuell von denen, der im Moment
00:17:28: ... Ami Nakai
00:17:32: zum Beispiel.
00:17:32: Das ist ja Japaner.
00:17:33: Ja.
00:17:34: Er stand auf dem Olympia-Protest gerade.
00:17:39: Die gefällt mir sehr vom Laufen.
00:17:42: Ansonsten bin ich z.B.
00:17:43: sehr großer Freund vom Eis Tanz.
00:17:47: Ich persönlich mag dieses neu formierte Paar mit alten großen Namen von Guillaume Ciseron, der mit Gabriela Papadakis schon Olympia-Sigaretten war.
00:17:56: Weil
00:17:56: ja auch so ein Drama oder?
00:17:57: Ja.
00:17:57: So ein neues Paar, das sich vor mir unterkommen ist.
00:18:00: Aber
00:18:01: die zwei gefallen mir ausgesprochen worden weil es hat eine so eigene künstlerisch exzeptionelle Seite für mich.
00:18:09: Das liebe ich.
00:18:11: Schön!
00:18:12: Wir kommen schon zum ersten Lied.
00:18:13: Die Zeit geht wie immer im Flug.
00:18:15: Ich sage auch, meine Gäste sollen drei Lieder mitnehmen, die etwas bedeuten, was ich dazu sagen kann und euer erster Lied ist von Bob Siegel Like A Rock.
00:18:25: Ich weiss gar nicht, wie lang mich das Lied schon begleitet, aber seitdem es mich begleitete, finde ich es faszinierend, weil es so von dem spricht, womit man losgeht am Leben mit all diesen Überzeugungen und Idealen und ... Man zwanzig, dreißig, maybe vierzig jährchen später draufguckt.
00:18:44: Was ist davon übrig, was ist damit passiert?
00:18:47: Das fand ich an den Lied schön und ich mag seine Stimme.
00:18:50: Los in Metri!
00:19:05: But
00:19:16: I
00:19:40: was leanin' Solid everywhere Like a rock.
00:19:52: My hands were steady Eyes.
00:19:55: we're clear and bright And my walk had purpose.
00:20:00: My steps were quick in life.
00:20:01: Then I held firm To what i felt was right Like a Rock As long as I could be.
00:20:23: Nothing ever got to me like A rock Something to see, like a rock Where they
00:22:03: go.
00:22:09: And
00:22:12: I
00:22:13: wonder sometimes.
00:24:43: Wir kommen zurück im Klartext heute mit der SRF-Sportkommentatorin mit Claudia Moore, die vor wenigen Tagen von dem Olympischen Winterspiel zurück ist.
00:24:52: Claudia Moore kamen in den Wälder seit den Sechsten Teilen in Ostberlin, also hinter der Mauer aufgewachsen.
00:25:01: Was hatte ihr für eine Kindheit?
00:25:04: Sehr schön!
00:25:06: Sehr unbeschwert und sehr unkompliziert... mit einem allein erziehenden Mami, der ich noch heute dankbar bin, was sie mir alles ermöglicht und wieder auf den Weg gegeben hat.
00:25:18: Das kann mich nicht beklagen.
00:25:20: Was hat es Ihnen auf einen Weg gegeben, das wichtig war?
00:25:24: Zum einen Werte für was ich einstehen mag oder kann.
00:25:30: Vieles aufgezeigt in dem viel eröffnet im Sinne von... Bücher zum Lesen gegeben, mich an die Musikschule gebracht, mich zum Sport gehen lassen.
00:25:42: Also einfach wirklich eine ganze Palette an Sachen erleben lassen hat und anfangen und die Nase reinstecken, wo ich dann habe sein können, ah ja das möchte ich länger
00:25:50: machen.".
00:25:50: Okay, das ist schön!
00:25:51: Jetzt hat man ja als Nicht-Ossi, hat man ein Witzgefühl, dass Kinder gar nicht frei aufgewachsen sind, sie auch nicht dürfen lesen oder lassen was sie haben wollen?
00:25:59: Oder also es war sicher all in vielen Familien so.
00:26:02: bei euch ist das offensichtlich nicht der Fall gewesen...
00:26:05: Nein, definitiv nicht.
00:26:07: Wir haben auch sehr viel Verwandtschaft im westlichen Teil von Deutschland gehabt.
00:26:12: Ich hatte dann als Glück alles was bei uns nicht möglich war keine Ahnung.
00:26:15: ich war irgendwann mal bevor ich so gemerkt habe wie gruselig das eigentlich war für ein ganz großer Smoky-Fan und mein Cousin hat mir damals eine Schallplatte mitgebracht.
00:26:25: die gab es bei uns natürlich nicht Happy.
00:26:29: Das war mir nicht bewusst, ich lebe in einem System, das nicht möglich ist.
00:26:35: Zum Beispiel weggegangen?
00:26:38: Es war sicherlich anders als bei der Generation meiner Mutter, die auch noch die andere Seite erlebt hat, bevor die Mauer gebaut wurde.
00:26:45: Für mich ist einfach der Status quo immer so gewesen.
00:26:47: Ich habe das lange als ganz junger Mensch nicht hinterfragt.
00:26:54: Dann habe ich es lange nicht ... wahnsinnig hinterfragt, weil ich hatte sowieso kein Geld und keine Nichts um über durch die Welt zu reisen.
00:27:01: Also mir hat das fast nicht gefehlt dass ich nach Amerika konnte oder als nicht Ägypten, aber ich konnte nach Budapest, Nachbarn, mich im Ostblock natürlich bewegen.
00:27:13: Es ist erst später intensiv geworden und dann ist zum Glück die Mauer gefallen.
00:27:18: Ja eben dir hat der Murphau erlebt, mögen dir erzählen wie es war diesen Tag, den neunten November oder vorher vielleicht?
00:27:25: crazy.
00:27:27: Meine Mutter hat zu denen gehört, die über Budapest damals über die Botschaft mit das Land verlassen haben wo noch nicht absehbar war dass die Mauer tatsächlich fällt.
00:27:41: Das hat impliziert, dass wir uns lange bis gar nicht wiedersehen können wenn ich nicht auch das land verlassen würde.
00:27:48: Also z.B.
00:27:49: der Abschied, die Dämpfer von dem Mulder hatte?
00:27:51: Der war nicht so ganz easy aber ich war erwachsen und ich war mit einem Studium noch.
00:27:56: Das heißt... Ich hatte Sachen, die mich gehalten haben frisch verliebt und alles sowas.
00:28:03: Und als der Tag kam hat mich jemand angerufen, hat gesagt gehört Bimti Moba ist gefallen oder man kann jetzt rüber.
00:28:11: Ich sag ja du spinnst, hab dir Hörer aufgelegt und bin ins Bett gegangen Und am nächsten Morgen war das tatsächlich
00:28:18: noch so.
00:28:19: Direkt von neunten auf zehn hat er geschlafen, zählig?
00:28:23: Ja
00:28:23: während die anderen alle mit dem irgendwie was war es damals, Trabant und Wandburg über die Grenze gefahren sind in Berlin und gefeiert haben habe ich gedacht der spinnt und bin ins Bett gegangen.
00:28:32: Und am nächsten Morgen aufgewacht.
00:28:34: Und die Welt war völlig anders!
00:28:36: Ja und auch als sie darüber spazierte
00:28:39: Nein, dann habe ich mir eine Fahrkarte gekauft für Bremen, die meine Mutter gelebt hat.
00:28:43: Zwischen- und bin natürlich nichts da hin.
00:28:46: Ja.
00:28:48: Sie werden etwas emotional, wenn ihr das denkt?
00:28:51: Es ist emotional, ja.
00:28:52: Und wo
00:28:54: war der Zerrschmodennensee?
00:28:56: Wie war es denn so?
00:28:59: Ich fand, hast du deine Mutter wieder zu sehen!
00:29:02: Und ansonsten manche Sachen sehr disillusionierend, weil einfach genau wie bei uns und andere Sachen super spannend.
00:29:09: Plötzlich konnte ich statt zwischen fünf Yoga-Sortens, zwischen fünf und zwanzig Wehen so ungefähr fragt sich einfach am Ende braucht es das jein Ja?
00:29:23: also interessant.
00:29:26: Das wichtigste an dem um ganz für mich war eigentlich am ende die Möglichkeit zu reisen die Nase tatsächlich in anderen Ländern und Kulturen stecken zu können.
00:29:37: Wie sie funktionieren, wie die Menschen dort leben ... Um dann so zu sehen, relativitzt sich alles ein bisschen.
00:29:48: Dann zumal hat man das Vereinigte Deutschland, das ist das Wiener Wunder, wo man denkt, jetzt kann er zuwachsen.
00:29:56: Leider muss ich mir sagen... So einfach ist es nicht gewesen.
00:30:00: Ich glaube, heute gibt es immer noch diese Trennung irgendwie.
00:30:08: Die Aussies werden immer noch etwas anders behandelt vielmals von Menschen aus Westdeutschland.
00:30:14: Wie erlebt ihr das
00:30:16: heute?
00:30:17: Heute natürlich A – aus der Ferne B kann ich aber auch immer noch mehr oder weniger treffe sicher sagen wenn ich irgendwo Deutsche treffe auf dieser Welt von wo die sind, aus welchem Teil des Landes.
00:30:30: Es ist verrückt!
00:30:31: Einfach bestimmte Wortwahl, bestimmten Verhaltensweisen funktioniert immer noch...
00:30:41: Oder vielleicht anders gefragt?
00:30:42: Wie schaut ihr heute auf uns Heimatland?
00:30:44: Wir sind ja nicht mehr in Deutschland, sondern beobachten wir das mit journalistischen Distanz auch oder ...?
00:30:52: Es gibt Sachen, die ich ... Vermisse, die verloren gehen so Stück für Stück.
00:30:58: Das ist das aus der in ganz dicken Anführungszeichen Not denn in der DDR hat niemand in Not gelebt aber nicht im Überfluss an allem und es gab bestimmte Dinge nicht immer oder gar nicht oder nur zu bestimmten Jahreszeiten, bestimmte Früchte und weiß doch nicht was.
00:31:15: Orangen gab's dann immer am Dezember aus Kuba?
00:31:19: Aber dieser Mangel, den man vielleicht zu verwalten hat, der hat Leute zusammengebracht.
00:31:25: Die haben keine Ahnung, dass ein Autoersatzteil gebraucht gab es nicht.
00:31:29: dann hat man gebastelt und gemacht und sich gegenseitig geholfen.
00:31:32: Und dieses Miteinander und Füreinwanderer da seien das ist weitestgehend verloren gegangen.
00:31:40: Dir hätte doch die Schiefer zwanzig.
00:31:42: wie rettet er mit ihr?
00:31:44: Über das, über Deutschland vor der Wende, Deutschland nach der Wande.
00:31:48: Wie schaut sie auf das?
00:31:50: Sie hat ja ganz eine andere Kindheit und Jugendkastin.
00:31:53: Völlig dies.
00:31:54: Sie ist in der Schweiz groß geworden.
00:31:59: Wenn sie spricht wird sie gelegentlich als Berlinerin identifiziert, weil sie natürlich von einer Mama den Diameter oder Worte gebraucht.
00:32:08: Aber wenn der Hintergrund der Frage ist wie sie politisch auf das alles schaut usw.
00:32:14: eher sehr neutral.
00:32:15: Ich glaube, sie kann damit gar nichts anfangen.
00:32:19: Sie nimmt das zur Kenntnis und kennt die Geschichten aus meiner Kindheit und Jugend.
00:32:23: Sie kennt wie es jetzt ist.
00:32:24: Ich glaub...
00:32:26: Götte noch ab und zu auf Berlin?
00:32:29: Ja!
00:32:30: Das brauche ich immer mal wieder in den Abständen.
00:32:33: Strahlen
00:32:33: getogen?!
00:32:35: Es ist einfach verrückt weil das ist ja so eine riesige Stadt.
00:32:38: Die hat aber alles von Kunstkultur über Natur Und ich lieb das so einzutauchen in die Masse, in so einer Millionenschnat ohne dass ich aber an jeder Ecke mit jemandem reden muss.
00:32:50: Sondern einfach nur durch diese Masse zu laufen und schöne Musik auf dem Ohr und zu genießen und das Gebäude mal wiederzusehen und durch den Park zu gehen und...
00:33:01: Also auch ihre grosse Stadt.
00:33:02: nicht zu bio.
00:33:03: Wir reden vielleicht noch über euer Leben.
00:33:04: Da bin ich relativ
00:33:05: schnell durch ja?
00:33:06: Ja!
00:33:07: Genau.
00:33:08: also vom Bahnhof bis auf Metta oder Bootsingen Ist mir relativ schnell, was zu fuss.
00:33:14: Da haben wir doch nirgendwo dabei.
00:33:15: Du hast aber noch das zweite Lied mitgebracht von Journey Don't Stop Believing.
00:33:20: Warum?
00:33:20: Ja fast selbsterklärend oder Titel.
00:33:23: Es ist für mich so ein bisschen die Geschichte dahinter auch vom alten amerikanischen Traum... Wenn du etwas willst und einen Traum hast, wenn du einen Ziel hast, verfolgst es egal woher du kommst, weil du bist usw.
00:33:36: Und sofort don't stop believing halt!
00:37:35: Willkommen zurück im Klartext heute mit der SRF-Sportkommentatorin Claudia Moore.
00:37:41: Sie sind vor kurzem zurück von den Olympischen Winterspielen, haben dort kommentiert unter anderem Eiskunstlauf aber nicht nur.
00:37:50: Aber eigentlich früher wollte er viel mehr Macherin werden.
00:37:55: Das ist so ja?
00:37:57: Warum?
00:37:58: Gute Frage, weil mich wahrscheinlich im Fernsehen damals ja fast noch schwarz-weiß gerade war.
00:38:05: Also nünzeviel für sechzig?
00:38:07: Das ist nicht neunzehntelies, gute vierzehn
00:38:09: gesehen!
00:38:09: Ich vergesse nur, ich wegkomme.
00:38:10: da gab es lange keine Farbfernsehen.
00:38:12: Da stimmt.
00:38:14: Nein aber ich denke einfach... ...ich habe so viel zum Beispiel gute Dokumentationen am Fernsehen gesehen.
00:38:20: Ich wollte sehr lange Dokumentarfilmerin werden denn gab's viele Französische italienische Spielfilme, Delivements und das hat mir unfassbar gefallen.
00:38:31: Ich dachte, das könnte ich auch machen.
00:38:34: Warum hättest du nicht Dürre zocken?
00:38:37: Ganz dummer Zufall!
00:38:38: Ich habe es ja angefangen zu studieren.
00:38:41: Also nein, ich hab auch das Studium abgeschlossen aber zwischendrin niemand kennengelernt aus der Sportredaktion.
00:38:48: Bei uns suchen sie Regisseure.
00:38:49: Das ist irgendwas was überhaupt nicht auf meiner Platte war bin ich aber trotzdem mal hingegangen und der damalige Chefregisseur hat gesagt, ja, ich könnte ja neben dem Studium sehen, ein bisschen nebenher arbeiten.
00:38:58: Ich glaube das
00:38:59: erst die Frau überhaupt?
00:39:00: Erste
00:39:01: Frau überhaupt in Deutschland!
00:39:02: Wow!
00:39:05: Also eigentlich schon noch eine sehr fortschrittliche Chefregiseur gewesen muss man mal sagen dass er das damals einer sehr jungen Frau zugetraut hat.
00:39:13: dann habe mich da so ein bisschen reingewuscht und hab dann eben relativ schnell viel Verantwortung übernehmen können.
00:39:18: gute Sachen machen selber eben Sendung mit Betreuen oder Übertragungen außerhalb von Fußball, Spiel bis weiß nicht was.
00:39:30: Und bin dann wirklich hängen geblieben am Ende verrückterweise...
00:39:35: Ist auch da Hands-on gewesen und konkret?
00:39:37: Ja absolut!
00:39:39: Und natürlich die Perspektive.
00:39:40: wenn du dann siehst während des Studiums auch was das heißt Wenn du in die Richtung möchtest selbst Dokumentarfilm Dann ist es Finanzierung und ... Protagonisten und alles finden dass gleiche Spielfilme machen brauchst du lange lange lange bist du irgendwo ankommst, dann gehst du über Regie Assistent und so weiter und sofort.
00:39:59: Ja vielleicht hat mich auch der lange Weg dann irgendwann abgeschreckt und haben gesagt okay hier habe ich die Abkürzung, hier hab ich Spaß, hier habe
00:40:09: Nützt es eigentlich, wenn man genau weiss, was eine gute Regie ausmacht?
00:40:13: Wenn man im Fernseher zum Beispiel moderiert oder kommentiert.
00:40:16: Nützten sie ihm das Wissen, dass man vielleicht gewisse Sachen besser antizipieren kann oder auch besser wieder aufreagieren kann?
00:40:25: Weil man weiss welches im Kopf vom Regisseur vorgeht.
00:40:31: Nicht in dem Sinne aber was wir haben... Gelegentlich passiert.
00:40:34: Ich frag mich, was geht in dem Kopf vor?
00:40:36: Weil warum zeigt er nicht das, was man zeigen müsste?
00:40:39: Ja, blödes Beispiel genau von den olympischen Spielen-Eistanz.
00:40:44: wirklich eins der markantesten Elemente bei denen die meisten Fehler passieren, die nachher über Gold-, Silber-, Vier-, Fünf entscheiden... Zwizzel!
00:40:55: Drehungen.
00:40:56: Die sind immer ein Set und Pärchen davon.
00:40:59: Drehe, drehe, schritt dazwischen oder nochmal Drehung.
00:41:04: Es fehlt immer die Hälfte von diesen Twizzeln.
00:41:06: Wenn Sie sie überhaupt gezeigt haben, zeigen Sie die ersten, aber das zweite nicht.
00:41:10: und wenn beim zweiten was passiert ist, dass man die Balance verloren hat oder Rausmuster aus dem Twizzel abstützen ... Du hast es nicht gesehen?
00:41:20: Das ist ärgerlich!
00:41:20: Hat sich das so durchgezogen in
00:41:22: Italien?!
00:41:24: Ich kann's nur beurteilen.
00:41:25: beim Eis laufen und da leider ja...
00:41:29: Wenn er noch vom Fach ist, weiss ich mal was es braucht.
00:41:31: Dass das gesamte Bild hat.
00:41:34: Jetzt kann man sagen, ihr hättet auf eine Bahn gegeben und er kam zu Leben dazwischen.
00:41:41: Die Filmschuhe hatte gedacht, die würden Filme rein.
00:41:43: Er kam aber zu Leben.
00:41:45: Ist sowieso dazwwischen gekommen?
00:41:47: Hätten dir als Junge Berlinerin einmal gedacht, dass sie mit einem Roman in einer kleinen Stadt in der West-Schweiz leben?
00:41:56: Im Leben nicht!
00:41:57: Nein, absolut nicht.
00:42:00: Ihr habt euch einen Mann an einem Schwimmbettbewerb kennenlernen.
00:42:03: Wie ist das passiert?
00:42:04: Warum seid ihr dort gewesen?
00:42:06: Ich bin damals für das ZDF ... Das ist eine längere Geschichte.
00:42:11: Warte, ich versuche kurz ... Vielleicht
00:42:13: einfach die Highlights.
00:42:14: Ja.
00:42:17: Ich habe irgendwann angefangen als Journalistin zu arbeiten und für Interviews machen
00:42:23: usw.,
00:42:23: sofort beitragen.
00:42:26: und bin für Interviews an diverse internationale Schwimmbetbewerber gegangen, weil wir eine sehr erfolgreiche Schwimm-Equipe damals hatten.
00:42:34: Und er ist von SwissTiming Omega oder wer auch immer das dann gesponsert hat vor Ort gewesen.
00:42:40: und irgendwann habe ich mal meinen und dann konnte man als Journalist über Mittag immer noch da schwimmen gehen, so ein bisschen Babaren ziehen.
00:42:46: Habe ich gemacht, hab gefragt ob ich meine Sachen bei ihnen um Office lassen kann weil das ja immer Poolside ist.
00:42:52: Ja kein Problem.
00:42:53: Dann kommt man jetzt Gespräch und beim nächsten Meeting wieder und dann wieder Und dann wollen wir nicht mehr Amp essen gehen und warum denn nicht?
00:43:02: Und irgendwann... Da habe ich dann den Schweizer meines Lebens gefunden.
00:43:08: Vor allem hat er eine Zeit lang, dass man sich vorstellt, das macht man wirklich, wenn man jemandem sehr fest gerne hat.
00:43:13: Er hat zwischen La Chôtefond und Mainz gedreht.
00:43:17: Das war ja nicht wie soll ich sagen gestern, wo es vielleicht schnellere Verbindungen hatte, sondern das war irgendwie vor ... ... vor fünfzehnzig Jahren oder sogar noch länger, wo's glaube ich noch etwas längerer ist.
00:43:28: Zum Beispiel für das Sportstudio am Samstag, was war?
00:43:31: Vierundhalb Stunden am Morgen mit dem Auto hin.
00:43:34: Und dann wenn der Sportstudium kurz vor Mitternacht fertig war, vierundhalb
00:43:37: Std.,
00:43:37: mit dem Autor wieder zurück...
00:43:39: Wow!
00:43:40: Ja, dass kann er nie wieder gut machen.
00:43:42: Das steht dir in der E-Winke schuld.
00:43:46: Die hat mir die Demo Französisch geredet.
00:43:48: Oder gelernt.
00:43:50: Ich hatte Französische in der Schule schon und konnte ein paar Bröckchen.
00:43:56: Er war der, der anfänglich nicht zugeben wollte, dass er auch ein bisschen Deutsch kam.
00:44:01: Anfangs haben wir Englisch miteinander geredet bis ich festgestellt habe, aha!
00:44:06: Ich kann ja ein bisschen deutsch und dann ist es immer so eine Mischmarsch gewesen, bis die Tochter zur Welt kamen und dann haben wir das sehr klar aufgeteilt.
00:44:13: Er französisch eichdeutscht damit sie beides eben intensiv bekommt
00:44:19: Und jetzt lebt er schon sehr lange.
00:44:21: zu bio Sie sind sehr oft im Leutschenbach in Zürich, weil sie dort arbeiten.
00:44:28: Wie wohl seid ihr hier zu sein?
00:44:30: In dieser doch enderkleiner Stadt?
00:44:34: Sehr wohl!
00:44:34: Absolut wohl.
00:44:35: Es ist ein wunderbar Gelegen zwischen See und Berge und es ist wunderschön.
00:44:43: Ich kann mich nicht beklagen.
00:44:45: Würden dir auch mal wieder gerne auf Berlin leben?
00:44:48: Bin ich inzwischen nicht mehr so sicher, weil die Urnticken in der Schweiz grundsätzlich ein bisschen anders und in Biel auch.
00:44:54: Einfach das Leben hat es etwas entschleunigter als in einer Weltstadt.
00:45:01: Ihr seht Deutsche immer gehört, ihr redet immer noch Hochdeutsch.
00:45:06: Jetzt habt ihr vorhin selber gesagt oder die Reaktion auf Deutsche in der Öffentlichkeit ist in der Schweizer nicht immer einfach?
00:45:13: Und ihr seid sehr in der öffentlichkeit natürlich mit euren Stimmen, als Kommentatorin im Fernsehen.
00:45:19: Ja, wie fest ist Kritik?
00:45:22: Und wenn sie fest ist.
00:45:23: Wie fest tut ihr das so?
00:45:25: Nehmt man durch Betroffen machen oder hat ihr einen Weg mit dem umzugehen?
00:45:31: Sie war vor allem anfänglich doch recht präsent.
00:45:35: Ich glaube es gab Zuschauerreaktionen die eben das Hochdeutsche nicht so genial fanden wo es genug Schweizer gibt.
00:45:44: völlig verständlich.
00:45:45: also könnte sein dass ich auch so reagiert hätte.
00:45:49: Auf der anderen Seite, ich konnte halt nichts anderes.
00:45:50: Ich musste mich beim SRF bewerben.
00:45:54: Nein!
00:45:56: Es hat mich am Anfang getroffen... Zumal ich am Anfang auch überhaupt gar nicht so... Mir war nicht präsent dass Deutsche so wenig beliebt sind bei einigen Schweizern weil ja das ist in Deutschland nicht so präsend, dass es so ist.
00:46:13: und dann habe ich anfänglich einen Schottfonds gelebt.
00:46:16: Ist das auch kein Thema?
00:46:17: Dann redet man französisch und ich auch.
00:46:20: Es hat mich dann schon ein bisschen betroffen gemacht, ja natürlich aber bei... Ich habe immer Verständnis dafür gehabt.
00:46:26: Ja klar!
00:46:27: Ich kann mir den Akzent nicht aneignen.
00:46:30: Und wenn ich Schweizer Dütte rede also so im Alltag würde man mich immer hören dass ich das eine oder andere Wort damit reinwerfe oder versuche, Schweizer dütze zu reden.
00:46:39: Das Problem ist nur, dass es immer sehr lustige Konversationen sind mein Gegenüber eher am Lachen ist bei meinen Versuchen.
00:46:49: Oder aber mir die Leute wirklich sagen, komm, riecht Hochdeutsch!
00:46:52: Ist viel besser als... Ich würde für alles sehr durcheinander was ich so in Zürich kriege von Wallisartitsch bis Solothona Berner und Zürcher Deutsch.
00:47:02: Ja, dem seht man... wie sieht man das mit der Schweiz?
00:47:05: All den Büffen-Dialekt irgendwie.
00:47:07: Ja wahrscheinlich.
00:47:08: Wollt ihr es einfach
00:47:10: drinnen ist.
00:47:12: Aber ich denke inzwischen Es gibt ja viel mehr Deutsche in der Schweiz, ich glaube.
00:47:18: Da ist auch etwas gegangen.
00:47:19: oder die Trakzeptanz?
00:47:21: Ja, ich
00:47:22: denke...
00:47:23: Also zum einen meines Böses sagen würde, es könnte ja keine Wahl sein, da sind plötzlich immer mehr da.
00:47:29: Entweder müsste man sozusagen den deutschen Verbieten herzukommen.
00:47:34: Weiß nicht wie sinnvoll das wäre aber... Ich glaube schon, dass ein bisschen was gegangen ist auch zum Thema.
00:47:41: so schlimm ist ja dann auch nicht wenn mal einer Hochdeutsch redet.
00:47:45: Und das hat auch immer mehr Frauen, die Sport kommentieren.
00:47:48: Auch immer mehr Frau in der Sportredaktion.
00:47:50: Das gibt es inzwischen ja und da bewegt sich was definitiver.
00:47:54: Ja,
00:47:55: wo alle wichtige Sendungen moderieren oder das war lange nicht der Fall.
00:47:59: Wenn wir noch mal zum Sport kommen ... Gibt es eigentlich einen Sportlerin oder ein Sportler, den ihr wirklich findet?
00:48:07: Ich bewundere diese Person einfach für ihre Leistung.
00:48:11: Gibt's
00:48:12: das?
00:48:14: Ja, gibt's.
00:48:18: Kann ich nur einen Namen nennen?
00:48:20: Muss ich auch nicht mal eine Millisekunde überlegen Roger Federer?
00:48:24: Ganz klar
00:48:26: Was macht so aus
00:48:29: Dass er diese unfassbar harte Arbeit in dem steckt um die Leistung zu erbringen So leicht hat aussehen lassen wenn nicht sogar anmutig
00:48:43: Elegant.
00:48:46: Wir sind schon beim letzten Lied.
00:48:48: Hotel ist so lustig, weil wenn man jetzt euch nicht kennt und nicht wusst was die für einen Jahrgang haben.
00:48:54: Rein nur von der Wahl dieser Lieder könnte man ungefähr wissen welchen Jahrgang oder um welche Generation Hotel California
00:49:02: hat.
00:49:03: Ich hätte natürlich Hotelerswift oder so sagen können kein Problem.
00:49:07: aber ich habe mir dann gedacht oder ich bin zum Beispiel auch jemand der sehr gerne Hard Drop und Heavy Metal auch hört, das wollte ich vielleicht
00:49:14: nicht zuhören.
00:49:15: Aber
00:49:18: das habe ich dann letztlich gewählt weil das ist so ein... darf man sagen wir das in der Schweiz?
00:49:22: Anschlächer?
00:49:23: Nein, was ist das?
00:49:24: Ein Anschlächer.
00:49:27: In Berlin war es in der Diskothek so, wenn die langsamer Runde anfängt.
00:49:31: Ah,
00:49:31: Slowrundi!
00:49:32: Genau.
00:49:33: Das liegt sich an einem
00:49:35: Anschläscher.
00:49:36: Und
00:49:37: das ist ein Anschläger aus meiner Jugend, den ich immer noch liebe.
00:49:40: Wo man sie angeschleicht hat.
00:49:43: Da muss die ersten Schmetterlinge im Bauch kommen.
00:49:45: Das ist sehr schön und du hast dir etwas Schlimmes.
00:49:48: Die Zeit von den ersten Schmetterlingen kommt leider nicht zurück.
00:49:51: Danke vielmals für das Gespräch, Claudia Mur.
00:49:55: Hat mich sehr gefreut.
00:56:30: Dankeschön!
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